HSG Wetzlar will über Kollektiv gegen Bietigheim zum Erfolg!

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DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen improvisieren auf halbrechter Rückraumposition – Suche nach Ersatz für Tönnesen und Klesniks gestaltet sich schwierig

Am Mittwochabend fliegt wieder der Handball durch die schmucke Rittal Arena. Dann empfängt die HSG Wetzlar den Aufsteiger SG BBM Bietigheim in eigener Halle. Anwurf der Partie, für die noch Sitz- und Stehplatzkarten an der Abendkasse erhältlich sind, ist um 19.00 Uhr. Die Partie wird dann auch ein Wiedersehen mit einem „alten Bekannten“. Gäste-Spielmacher Timo Salzer (Zitat: Hoffentlich laufe ich am Mittwoch nicht in die falsche Kabine“) trifft dann auf seinen ehemaligen Club, der weiterhin von Personalsorgen geplagt ist. So werden den Grün-Weißen neben Linksaußen Maximilian Holst auch die beiden etatmäßigen rechten Rückraumspieler Kent Robin Tönnesen (Muskelbündelriss im Oberschenkel) und Evars Klensiks (Bänderriss im Fuß) fehlen. Die bereits vor einigen Tagen eingeleitete Suche nach einem kurzfristigen Ersatz gestaltet sich derzeit schwierig.

„Wir arbeiten seit Tagen mit Hochdruck daran einen adäquaten Spieler zu finden. Jeder, sogar unsere Spieler, arbeiten dabei mit. Trotzdem werden wir bis morgen keinen Ersatz präsentieren können, denn der Markt ist annähernd leer gefegt. Es ist wie die Suche der Nadel im Heuhaufen“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Natürlich werden uns einige Spieler angeboten. Allerdings nicht mit der nötigen Qualität. Es bringt uns nichts, jetzt per Schnellschuss zu verpflichten. Wir brauchen jemanden, der die nötige Erfahrung hat, der Mannschaft somit weiterhilft und überspitzt gesagt, nicht nur den Ball hin und her wirft. In den vergangenen Stunden haben sich Alternativen, die passen könnten, aufgetan, die wir nunmehr sportlich und wirtschaftlich prüfen.“

Aufgrund dessen, dass im Duell mit dem Aufsteiger aus Schwaben somit kein neuer Linkshänder für den Rückraum zur Verfügung stehen wird, muss Trainer Kai Wandschneider improvisieren. „Unsere Verantwortlichen können nicht mehr tun als das, was aktuell gemacht wird. Aus diesem Grund müssen wir geduldig sein und im nächsten Spiel das Beste aus der Situation machen“, so der 55jährige. „Wir werden im Rückraum mit drei Rechtshändern spielen. Aber wir kriegen das hin, zumal wir das gegen Magdeburg schon 20 Minuten unter Wettkampfbedingungen getestet und gar nicht schlecht gemacht haben. Wir werden mit Ivano Balic auf Halbrechts anfangen. Er kann alles, also auch das! Der Rest bleibt geheim. Mein Kollege soll sich ja auch noch ein paar Gedanken machen müssen!“

Wieder im Team steht unterdessen Rechtshänder Kristian Bliznac, der eine Grippe auskuriert hat. Zudem sind Anfang der Woche die Nationalspieler Steffen Fäth und Guillaume Joli von ihren Nationalmannschaften zurückgekehrt. „Somit heißt es für uns alle: ran an den Speck! Wir wollen die beiden Punkte unbedingt in Wetzlar behalten“, gibt Kai Wandschneider klar die Marschrichtung vor. „Wir werden alles in dieses Spiel reinwerfen und kämpfen bis zum Umfallen, bis zum letzten Tropfen. Wir glauben an uns!“

Für die HSG Wetzlar beginnt mit dem Duell gegen die SG BBM Bietigheim der „heiße Herbst“, mit sieben Spielen in 23 Tagen. „Es wird der Monat der Wahrheit“, so der Coach der Grün-Weißen, „und wir sind bereit!“