HSG Wetzlar zieht bei BERO Linden-Cup ins Finale ein!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen streben Titelverteidigung bei traditionsreichem Turnier vor der „eigenen Haustüre“ an

Trotz anhaltender Verletzungsprobleme ist der Handball-Erstligist HSG Wetzlar beim traditionsreichen Vorbereitungsturnier, dem BERO Linden-Cup, ins Finale eingezogen. Die Mittelhessen besiegten in der Gruppenphase sowohl den benachbarten Zweitligisten TV Hüttenberg deutlich mit 31:21 als auch die unterklassigen Teams HSG Pohlheim (37:26) und HSG Wettenberg (40:13).

Bei der 22. Auflage des BERO Linden-Cup geht die HSG Wetzlar als Titelverteidiger ins Rennen, wenn auch weiterhin mit erheblichen Personalsorgen. So vielen neben den Langzeitverletzten Adnan Harmandic (Daumenbruch) und Daniel Valo (Kreuzbandriss) am Dienstag auch die Neuzugänge Magnus Dahl und Kristian Bliznac mit einer Virus-Infektion aus. Ebenso verletzten sich in der Partie gegen den Oberligisten aus Pohlheim Nationalspieler Tobias Reichmann (Bänderriss im Fuß) und Torhüter Andres Wolff (Knieprellung).

„Im letzten Gruppenspiel gegen Wettenberg waren wir letztlich vorrangig auf unsere Youngster aus dem eigenen Nachwuchs, wie Moritz Zörb, Marius Sulzbach und Fabian Kraft angewiesen, die ihre Sache aber sehr gut gemacht haben und gemeinsam mit Simon Ernst sogar unsere Haupttorschützen waren“, spricht HSG-Geschäftsführer Björn Seipp den „jungen Wilden“ ein Kompliment aus.

Für das Finale des BERO Linden-Cup am Samstag (Anwurf: 19.30 Uhr) könnte sich die Personalsituation bei den Grün-Weißen jedoch wieder etwas entspannen. Sowohl Tobias Reichmann als auch Andreas Wolff und Kreisläufer Sebastian Weber planen im Endspiel, in dem die Domstädter aller Voraussicht nach auf den starken Erstliga-Aufsteiger Bergischer HC treffen werden, ihr Comeback. Auch Magnus Dahl und Kristian Bliznac könnten wieder im Kader stehen, wobei jedoch abzuwarten bleibt, wie die beiden Skandinavier ihre Virusinfektion verkraftet haben.

Einen guten Eindruck hat im Turnier bisher auch Neuzugang Evars Klesniks hinterlassen, der bislang erst ein Training aber bereits drei Testspiele für die HSG Wetzlar bestritten hat. „Evars hat sich bereits super ins Mannschaftsgefüge integriert – sowohl auf als auch abseits des Platzes. Er stabilisiert unsere Deckung und bringt uns im Angriff auch spielerisch nach vorne. Klar ist aber auch, dass er noch einige Zeit brauchen wird, um alle Konzeptionen und Abläufe genauestens zu kennen“, so Björn Seipp.