HSG Wetzlar zieht mit Kantersieg gegen Coburg in zweite Pokalrunde ein!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Mit überragender Teamleistung zum 31:22-Erfolg - Verletzung von Maximilian Holst trübt Freude

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar haben in überzeugender Manier Revanche für das Pokalausscheiden gegen den HSC 2000 Coburg in der vergangenen Saison genommen. Die Mittelhessen schlugen die Gastgeber am heutigen Abend mit 31:22 (13:12) und zogen somit in die zweite Runde des DHB-Pokals ein.

„Das war eines der geilsten Handballspiele in meiner Trainerkarriere, was das Thema Moral und Einsatz meiner Mannschaft angeht“, so HSG-Trainer Kai Wandschneider nach dem Schlusspfiff. „Was wir alles weggesteckt haben und trotzdem immer konzentrierter wurden, das war beeindruckend. Die Jungs sind auf dem Spielfeld und der Bank immer enger zusammengerückt. Heute hat sich in dem Häufchen der Aufrechten jeder für den anderen zerrissen.“

Überschattet wurde der Erfolg jedoch von Verletzungen von Spielmacher Philipp Weber und Maximilian Holst. Weber zog sich nach einem brutalen Foul von HSC-Außen Florian Billek einen „Cut“ über dem linken Auge zu und musste in der Kabine genäht werden (17.). Der 23-jährige kehrte in der zweiten Halbzeit jedoch wieder aufs Spielfeld zurück. Schlimmer traf es Maximilian Holst, der in der 37. Spielminute bei einem Gegenstoß mit Coburgs Keeper Oliver Krechel zusammenprallte und mit Verdacht auf Bänderverletzung ausfiel. „Eine genaue Diagnose wird morgen eine MRT-Untersuchung ergeben“, so HSG-Mannschaftsarzt Marco Kettrukat, der mit dem Team nach Coburg gereist war.

Über 60 Minuten zeigten die Wetzlarer, die bereits ohne die beiden etatmäßigen Spielmacher Filip Mirkulovski und Philipp Pöter nach Coburg gereist waren, eine kämpferisch beeindruckende Leistung. Aggressiv in der Abwehr und mit der nötigen Ruhe und Zielstrebigkeit im Angriff. Trotzdem blieb die Partie im ersten Abschnitt eng, da Coburg zunächst mit hohem Tempo zu Werke ging und sich so immer wieder einfache Treffer erarbeitete. So führten die Gastgeber nach 10 Minuten mit 6:3 (Sebastian Weber). Doch die Mittelhessen blieben dran. In der 14. Minute traf Philipp Weber krachend zum 7:7-Ausgleich. Neun Minuten später machte Kristian Björnsen dann vom Kreis die ersten Zwei-Tore-Führung (10:8) der Gäste perfekt, die letztlich mit einem knappen 13:12-Vorsprung in die Pause gingen.

Nach dem Wechsel konnten sich die Franken dann zunächst zwar wieder einen Vorsprung (14:13) erarbeiten, doch die Gäste aus Wetzlar rührten nunmehr Beton in der Abwehr an und zogen nach und nach davon. In der 41. Minute traf der bärenstarke Anton Lindskog zum 19:15 vom Kreis. Coburg verlor nun vor allem im Angriff die Konzentration. Viele Wetzlarer Ballgewinne waren die Folge. Spätestens als Philipp Weber, am Augenlied genäht, zum 22:16 (46.) vom Siebenmeter-Punkt traf, war die Partie vorentschieden.

Am Ende konnten die knapp 100 mitgereisten HSG-Fans einen deutlichen 31:22-Erfolg ihrer Mannschaft bejubeln. Nur die Sorge um den verletzten Maximilian Holst trübte die Freude über den Einzug in die zweite Pokalrunde.

Stenogramm: 

HSG Wetzlar: Nikolai Weber (ab 48.), Buric; Gümbel, Kneer (1), Lipovina, Björnsen (5), Ferraz (8), Philipp Weber (4/1), Holst (1), Kraft (2), Hahn, Klesniks, Lindskog (2, Kohlbacher (8).

HSC 2000 Coburg: Kulhanek (n.e.), Krechel; Kelm, Weber (2), Lex (3), Coßbau (1), Billek (3), Riehn, Harmandic (3), Lilienfelds (1), Wetzel (1), Kirveliavicius (4), Barsties, Hagelin (n.e.), Wucherpfennig (n.e.), Büdel (3).  

Schiedsrichter: Andreas Pritschow/Marcus Pritschow - Zuschauer: 554. - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Florian Billek (HSC, 17.).