Ian Webers Treffer ins Glück

Nur noch wenige Sekunden, dann landet der Wurf von Ian Weber im Tor - und die Jubelstürme der HSG Wetzlar U19 beginnen. Bildquelle: HSG Wetzlar.

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar U19 holt sich mit direktem Freiwurf Punkt in Leipzig - U23 mit Kantersieg

Mit einem direkt verwandelten Freiwurf nach Spielende hat Ian Weber der HSG Wetzlar U19 im Spitzenspiel der Jugendhandball-Bundesliga beim SC DHfK Leipzig einen Punkt gerettet. Auch die U23 hat in der Oberliga überzeugt und beim SV Hünfeld einen Kantersieg eingefahren.

SC DHfK Leipzig – HSG Wetzlar U19 27:27 (16:12): Bis zum 9:9 konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. „Dann haben wir es aber nicht mehr geschafft, die Deckung von Leipzig mit unseren Kreuzungen auseinanderzuspielen“, monierte Co-Trainer Kai Nober, der von U17-Trainer Martin Saul unterstützt wurde, da Thomas Weber mit der U23 in Hünfeld weilte. Leipzig nutzte die Wetzlarer Schwäche in der Offensive und setzte sich bis zur Halbzeit auf 16:12 ab. „Nach der Halbzeit konnten wir schnell wieder aufschließen und das Spiel offen gestalten“, sagte Nober. Vor allem über die zweite Welle stellten die Grün-Weißen den SC immer wieder vor Probleme und konnten durch das hohe Tempo gute Chancen kreieren. Niklas Waldgenbach traf in der 58. Minute zur 26:25-Führung für Wetzlar. Dann überschlugen sich die Ereignisse: 16 Sekunden vor Ende – es stand unentschieden – war die HSG in Ballbesitz. Die Schiedsrichter unterbrachen jedoch den Angriff. Waldgenbach, mit dem Ball in der Hand, sah sich fragend um. Die Unparteiischen entschieden wegen des Ballfesthaltens auf Spielverzögerung, Rote Karte für den Wetzlarer und Siebenmeter für Leipzig. Stefan Remke behielt die Nerven und traf 27:26 für den SC. Im Gegenzug konnte die HSG nicht mehr klar abschließen, bekam aber immerhin noch einen Freiwurf. Ian Weber schnappte sich das Leder und drosch es nach Schlusspfiff in die Leipziger Maschen. „Am Ende hatten wir das Glück des Tüchtigen“, freute sich Nober.  – HSG Wetzlar U19: Lüko Fischer, Finn Weber; Reuschling, Klimpke (1), Ian Weber (7/2), Oyono Essam, Kaiser (2), Becker (1), Hofferbert (3/3), Patt, Wassberg (5), Scheibel (3), Luca Fischer, Waldgenbach (5).

Hünfelder SV – HSG Wetzlar U23 15:36 (6:18): Das Spiel Tabellenschlusslicht gegen Spitzenreiter war die erwartet klare Angelegenheit. Zu keiner Zeit ließ die U23, die an diesem Wochenende von U19-Trainer Thomas Weber gecoacht wurde, einen Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Schon nach 15 Minuten brachte Hendrik Schreiber seine Farben mit 10:3 in Front. Beim Halbzeitstand von 18:6 war die Begegnung bereits entschieden. Auch im zweiten Durchgang änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts. Das Tabellenschlusslicht war über weite Strecken schlichtweg überfordert, Wetzlar spielte konzentriert weiter. Nach 40 Minuten brachte Maduwuike Okpara den Ball zum 24:8 in den Maschen unter, Leon Bremond erhöhte nach 51 Minuten auf 29:11. „Wir haben über weite Strecken konsequent gespielt und hätten vielleicht sogar noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Aber mit dem Sieg sind wir natürlich trotzdem hochzufrieden“, sagte Keeper Florian Gümbel. Durch den Erfolg bleibt die U23 weiter Spitzenreiter mit drei Punkten Vorsprung auf die HSG Wettenberg und vier Zähler vor der HSG Kleenheim, die allerdings ein Spiel weniger absolviert hat. – HSG Wetzlar U23: Florian Gümbel, Klimpke; Wallwaey (5), Lukas Gümbel (5), Weimer (1), Bremond (4/1), Schreiber (9), Schwalbe (1), Kraft (2), Okpara (3), Ludwig (6/2).