„Ich kann den Ligastart in der Rittal Arena kaum erwarten!“

DKB Handball-Bundesliga

Neuzugang Magnus Dahl spricht im Interview über seine ersten Eindrücke bei der HSG Wetzlar

 

Auf der Torhüterposition hat die HSG Wetzlar in diesem Sommer eine Komplettveränderung vorgenommen, da mit Magnus Dahl und Andreas Wolff in der kommenden Saison 2013/2014 zwei neue Akteure das grün-weiße Gehäuse hüten werden. Magnus Dahl bringt mit seinen 24 Jahren reichlich internationale Erfahrung mit, die dieser im jungen Team der Domstädter bestmöglich einbringen möchte. Mit seinem ehemaligen Verein BM Atletico Madrid erreichte der 1,98m Hüne in der letzten Spielzeit das Viertelfinale der Champions-League und für sein Heimatland Norwegen war der sympathische Torhüter schon 40 Mal aktiv. In diesem Interview verrät Dahl, welche Fortschritte er bei der Regeneration seiner Knieverletzung macht, welcher Spieler ihn bei seinen ehemaligen Stationen am meisten beeindruckt hat und welche Ziele er mit der HSG Wetzlar verfolgt.

Magnus, Du bist erst seit Kurzem in Wetzlar. Hast Du Dich schon eingelebt? 

Dahl: „Ja ich bin jetzt seit ca. zwei Wochen in Deutschland und wurde hier in Wetzlar von allen sehr herzlich empfangen.  Ich freue mich sehr, hier zu sein und durch das Trainingslager in Hennef konnte ich mir ein erstes Bild von der Mannschaft machen. Innerhalb unseres Teams herrscht eine super Atmosphäre und trotz der doch harten Einheiten hatten wir eine Menge Spaß zusammen.“

Zusammen mit Andreas Wolff bildest Du das neue Torhütergespann bei der HSG Wetzlar. Wie gut kennt Ihr beiden Euch schon? 

Dahl: „Wir waren in Hennef zusammen auf einem Zimmer und hatten demnach reichlich Zeit uns kennen zu lernen. Andi ist ein sehr talentierter Torhüter, der einen anderen Stil hat als ich. Er spielt sehr aggressiv und ist auch nochmal ein Stückchen länger als ich. Ich bin mir sicher, dass wir uns sehr gut ergänzen werden.“

Du hast unter anderem schon in Paris und Madrid gespielt. Welcher Spieler ist Dir aufgrund seiner Art und Weise Handball zu spielen am meisten in Erinnerung geblieben? 

Dahl: „Ich hatte glücklicherweise das Privileg genießen dürfen, mit vielen guten Spielern zusammen zu spielen, weshalb es mir nicht einfach fällt da einen heraus zu nehmen. Mir würde Ivano Balic einfallen, mit dem ich letzte Saison bei Madrid spielen durfte. Er hat einen einmaligen Charakter und seine Art Handball zu spielen, sucht seines Gleichen. Für mich ist er ein kompletter Spieler, der auf dem Spielfeld niemals die Übersicht verliert und immer für einen genialen Moment gut ist. Aber wie schon erwähnt, soll das auf keinen Fall das Können anderer Spieler schmälern.“

Du sprichst sehr gut Deutsch. Hast Du in Spanien einen Sprachkurs belegt? 

Dahl: „Es ist noch ausbaufähig aber trotzdem vielen Dank. Kristian Bliznac und Kent Robin Tönnesen sprechen auch schon ordentlich deutsch, sie trauen sich bisher nur noch nicht sich länger in der neuen Sprache zu unterhalten, was sich aber bestimmt in nächster Zeit ändern wird. Mit kommt ebenfalls zu Gute, dass die norwegische Sprache der deutschen ähnlicher ist als zum Beispiel der spanischen oder französischen. Aktuell haben wir zwei Mal die Woche Sprachunterricht, was ich super und wichtig finde.“

Ist es für Dich ein Vorteil, dass Du mit Kent Robin Tönnesen einen Landsmann in Deinem neuen Umfeld hast? 

Dahl: „Kent Robin ist ein super Typ und ein begnadeter Handballer. Natürlich ist es beim Einstieg hilfreich, wenn man sich in seiner Heimatsprache unterhalten kann, aber wir kapseln uns nicht ab. Ich versuche so viel deutsch zu sprechen wie nur möglich, damit ich mich in kürzester Zeit flüssig mit den anderen Jungs unterhalten kann.“

Du laborierst im Moment noch an einer Knieverletzung. Wann wirst Du zu 100% fit sein? 

Dahl: „Meine Operation am Knie ist jetzt sieben Wochen her. Zusammen mit unserem Trainergespann Kai Wandschneider und Jasmin Camdzic, unserer Physiotherapeutin Katharina Dietsch und unserem Athletiktrainer Thorsten Ribbecke haben wir einen Plan aufgestellt, der mich wieder fit machen soll. Dabei lautet die Devise „Schritt für Schritt“, damit die Verletzung komplett auskuriert wird. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser und habe im Trainingslager, dank der tollen Arbeit unseres Trainerstabs, schon große Fortschritte gemacht. Das wichtigste wird sein, dass ich beim ersten Punktspiel im Vollbesitz meiner Kräfte bin und hoffentlich einen erfolgreichen Einstand feiern darf, zusammen mit meinem Teamkollegen.“

Welche Ziele hast Du Dir gesteckt für die Saison 2013/2014 mit der HSG Wetzlar? 

Dahl: „Zunächst kann ich es kaum erwarten endlich vor den eigenen Fans aufzulaufen und die tolle Atmosphäre in der Rittal Arena mit zu erleben. Das wird bestimmt ein super Gefühl sein, vor rund 4000 HSG-Anhängern einzulaufen. Mit Kai Wandschneider und Jasmin Camdzic verfügt die HSG Wetzlar über zwei Top-Trainer, die uns bestimmt sehr gut einstellen werden auf die kommende Spielzeit. Ich will jedes Spiel gewinnen, das ist meine Mentalität, und vielleicht gelingen uns ja wieder die ein oder andere Sensationen. Ich freue mich sehr, Teil dieser Mannschaft zu sein, an der sehr positiven Entwicklung des Clubs teilzuhaben und hoffe persönlich hier in Wetzlar einen weiteren Schritte nach vorne zu machen.“