„Ich möchte mich bei der HSG Wetzlar beweisen!“

Neuzugang Andreas Wolff freut sich auf die neue Aufgabe bei der HSG Wetzlar.

DKB Handball-Bundesliga

Neuzugang Andreas Wolff stellt sich in Mittelhessen vor – Torhütertalent wechselt vom TV Großwallstadt an die Lahn

Bei einem Pressefrühstück in den Räumlichkeiten des Hauptsponsors der HSG Wetzlar, der Licher Brauerei, stellte sich am Mittwochvormittag auch Neuzugang Andreas Wolff bei seinem neuen Club vor. Das Torhüter-Talent wechselt zur anstehenden Saison vom Erstligaabsteiger TV Großwallstadt an die Lahn. Der 22-Jährige wird dort gemeinsam mit dem norwegischen Nationalkeeper Magnus Dahl (24, kommt von Atletico Madrid) das neue, hoffnungsvolle Torhütergespann der „Grün-Weißen“ bilden.

Mit großen Zielen kommt der gebürtige Euskirchener in die Domstadt und präsentiert sich voller Tatendrang. „Ich möchte mich bei der HSG Wetzlar beweisen. In Großwallstadt hatte ich schon seit der Jugend gespielt und nun stehe ich vor einer neuen und sehr reizvollen Aufgabe“, so Wolff. Die neue Herausforderung für den 1,98 Meter großen Schlussmann beginnt am Mittwoch, dem 10. Juli 2013, wenn die Vorbereitung des letztjährigen Tabellensiebten auf die neue Spielzeit in der DKB Handball-Bundesliga mit einem Laktattest beginnt. Dass die schweißtreibende Vorbereitung nicht zu den beliebtesten „Jahreszeiten“ bei Sportlern gehört, ist bekannt, jedoch gibt sich Andreas Wolff kämpferisch: „Quälen ist eigentlich genau mein Ding, wobei ich dies bei den Laufeinheiten mehr machen muss als beispielsweise beim Krafttraining. Ich freue mich schon sehr auf die Vorbereitung und die neuen Trainingsinhalte unter Coach Kai Wandschneider und unserem Torwarttrainer Jasmin Camdzic.“

Gegen Letzteren hat Wolff in der Vergangenheit schon seine eigenen Erfahrungen gemacht. „Ich habe gegen meinen neuen Torwarttrainer Jasmin Camdzic schon selber gespielt, als er noch in Gelnhausen im Tor stand. Ich erhoffe mir viel von seinem Spezialtraining und bin auch schon sehr auf die Athletikeinheiten mit Thorsten Ribbecke gespannt“, so der sympathische Neuzugang. Erste Kontakte habe er auch schon zur Mannschaft aufgebaut und gemeinsame Trainingseinheiten vor dem Vorbereitungsstart im Fitnessstudio sind ebenfalls geplant. Seinen neuen Partner auf der Torhüterposition hat er jedoch noch nicht kennen lernen können, sieht der Zusammenarbeit trotz kleinerer sprachlicher Barrieren aber optimistisch entgegen: „Persönlich kenne wir uns bisher noch nicht und ich bin der norwegischen Sprache nicht mächtig, aber mein Englisch ist ganz okay und Magnus lernt ja auch schon seit ein paar Monaten kräftig deutsch, habe ich gehört!“

Da wo Magnus Dahl jetzt schon ist, nämlich im Nationalkader seines Heimatlandes, möchte „Andi“ Wolff auch mittelfristig hin. „Mit Kevin Schmidt, Tobias Reichmann und Steffen Fäth stellt die HSG Wetzlar heute schon drei deutsche Nationalspieler. Nicht kurzfristig aber über einen längeren Zeitraum gesehen, habe ich das Ziel, mich ebenfalls in den Kreis der Nationalmannschaft zu spielen und mein neuer Club scheint auch ein gutes Sprungbrett dafür zu sein“, sagt der Neuzugang. Doch bei all diesen ambitionierten Zielen darf ein Aspekt nicht auf der Strecke bleiben, der Spaß am Sport. „Wenn du, wie in Großwallstadt, komplett gegen den Abstieg spielst, bleibt die Freude am Handball ein wenig auf der Strecke. Diesen Spaß möchte ich in Wetzlar wieder finden und nach den ersten Eindrücken und den ersten Gesprächen mit meinen Mitspielern sollte das kein Problem darstellen“, ist sich Wolff sicher.