„Jeder kann sich wünschen in solch einem Team zu spielen!“

DKB Handball-Bundesliga

Neuzugang Evars Klesniks über sein Engagement bei der HSG Wetzlar und seine Ziele mit dem Club

Nach dem Kreuzbandriss von Daniel Valo zu Beginn der Vorbereitung musste die HSG Wetzlar auf der halbrechten Rückraum-Position noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden und konnte mit Evars Klesniks einen Spieler verpflichten, der stolze zehn Jahre Erstligaerfahrung nach Mittelhessen mitbrachte, die der 33jährige Lette beim ThSV Eisenach, TUSEM Essen und zuletzt GWD Minden sammelte. Mit Essen gewann der erfahrene Linkshänder sogar den EHF-Pokal und in Minden bekleidete er zeitweise das Amt des Kapitäns. Zusammen mit dem jungen Norweger Kent Robin Tönnesen wird Klesniks nun bei den Domstädtern von der Rückraumposition halbrechts für Torgefahr sorgen und mit seiner stattlichen Körpergröße von 1,99 Meter für die nötige Stabilität im Deckungsverbund sorgen. Was „Ebbe“ über sein neues Team denkt, wie er seine momentane Verfassung sieht und was er mit den Grün-Weißen erreichen möchte, verrät er in diesem Interview.

Evars, Du bist jetzt seit wenigen Wochen ein Wetzlarer – wie sind Deine ersten Eindrücke?

Klesniks: „Ich wurde wirklich sehr freundlich aufgenommen, ob es von Seiten der Fans, der HSG-Verantwortlichen oder der Mannschaft war. Das Umfeld macht einen sehr guten Eindruck und die Jungs sind super drauf. Jeder Spieler kann sich nur wünschen in solch einem Team zu spielen! Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe bei der HSG Wetzlar und hoffe auf eine erfolgreiche Zeit im grün-weißen Trikot.“

In Minden wurde Dein Vertrag nicht verlängert, somit warst Du zu Beginn der Vorbereitung vereinslos! Fiel es Dir nach mehreren Wochen ohne Training schwer Dich auf dem Handballfeld wieder ‚rein zu finden‘?

Klesniks: „Spielerisch ist es immer noch nicht ganz einfach, da ich nicht alle Spielzüge kenne. Das wird natürlich ein wenig Zeit brauchen, jedoch bin ich guten Mutes, dass ich die Konzeptionen bald alle im Kopf habe und der Mannschaft dann noch mehr unter die Arme greifen kann.“ 

Wie sehen Deine persönlichen Ziele bei der HSG Wetzlar aus?

Klesniks: „Mit dem Team möchte ich den Fans natürlich schönen und hoffentlich erfolgreichen Handball bieten, so dass die Zuschauer zufrieden sind. Natürlich will ich jedes Spiel gewinnen und vor allem daheim müssen wir bei solch einer tollen Kulisse punkten – am liebsten natürlich schon am Sonntag gegen Lemgo. Ich nehme mir als Ziel, die Erwartungen, die in meine Person gesteckt werden, zu erfüllen!“

Wie zufrieden bist Du mit Deiner eigenen Leistung in Deinen ersten Vorbereitungsspielen?

Klesniks: „Ich bin schon recht zufrieden, aber ich habe noch Luft nach oben. Ich muss noch ein wenig an meiner Fitness arbeiten. Da habe ich was nachzuholen, im Vergleich zu meinen Mannschaftskameraden, die ja schon länger in der Vorbereitung waren. Das habe ich schon ein bisschen in den ersten ein bis zwei Wochen zu spüren bekommen. Zuletzt lief es immer besser! Ich denke aber, dass wir bei insgesamt neun Neuzugängen auf jeden Fall noch etwas Zeit brauchen, damit auf dem Spielfeld spielerisch alle Rädchen ineinander greifen. In Sachen Kampf, Einsatz und Leidenschaft werden wir uns für den Club und die Fans ab Sonntag zerreißen.“

Du hast schon des Öfteren in der Rittal Arena gespielt. Welchen Eindruck hattest Du bislang von der Wetzlarer Heimstätte?

Klesniks: „Die Spiele in Wetzlar waren niemals einfach!  Man musste sich hier jeden Punkt hart erarbeiten. Es ist eine sehr schöne Arena, die für ihre tolle Stimmung  bekannt ist. Mir macht es immer Spaß in einer gut gefüllten Halle zu spielen und da finde ich jetzt in der Rittal Arena ja optimale Verhältnisse vor. Kurz und knapp: Ich freue mich riesig auf unser erstes Heimspiel am Sonntag und die vollen Ränge!“