Jochen Beppler wird Co-Trainer der Jugendnationalmannschaft!

DKB Handball-Bundesliga

34-jähriger fester Bestandteil des DHB-Trainerteams – Lehrer/Trainer-Stelle an Liebigschule in Gießen schafft Freiräume

Schlanker und mit mehr Kraft: Der Deutsche Handballbund optimiert sein leistungssportliches Fundament. So wird der U17-Coach der HSG Wetzlar, Jochen Beppler, künftig das DHB-Trainerteam verstärken - nicht nur in der Jugend. „Wir straffen und professionalisieren unsere Strukturen und richten diese zum Teil neu aus, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen”, sagt Bob Hanning, DHB-Vizepräsident Leistungssport.

Jochen Beppler wird Co-Trainer in den Jugend-Nationalmannschaften Jahrgang 1996 und jünger sowie 1998 und jünger. Der 34-Jährige unterstützt als fester Bestandteil des DHB-Trainerteams nicht nur Christian Schwarzer (A-Jugend) und Klaus-Dieter Petersen (B-Jugend), er wird auch in großem Umfang Spiele und Spieler besuchen und an strukturellen Projekten mitarbeiten. „Ich freue mich riesig. Das ist eine große Ehre - und ich bin sehr dankbar für die Chance, die mir der DHB gibt und die wahrzunehmen mir mein Arbeitgeber ermöglicht”, sagt Beppler. Der Lehrer arbeitet als Honorarkraft für den DHB. Möglich geworden ist das Engagement auch, weil die Liebigschule Gießen entsprechende Freiräume geschaffen hat. „Als Partnerschule des Leistungssports sind wir dem DHB sehr gern entgegengekommen. In den Gesprächen mit Bob Hanning und Jochen Beppler haben wir eine sehr gute Lösung gefunden und gemeinsam ein starkes Zeichen für den Spitzensport gesetzt”, sagt Schulleiter Dr. Carsten Scherließ.

Beppler war bis 2011 Co-Trainer des Bundesligisten HSG Wetzlar und leitet seitdem den DHB-Stützpunkt in der mittelhessischen Stadt. Die B-Jugend der HSG hatte er im Juni ins Finale der Deutschen Meisterschaft geführt - dort verloren die Wetzlarer Talente erst im Siebenmeterwerfen gegen die Füchse Berlin. In der A-Jugend folgt Beppler auf den bisherigen Co Heiko Karrer. Dieser musste der Kombination mit seinem Hauptberuf als Trainer des Zweitligisten TV Hüttenberg und dem Wunsch einer uneingeschränkten Präsenz bei DHB-Lehrgängen Tribut zollen. „Das ist leider nicht zu gewährleisten und damit nicht befriedigend lösbar”, sagt Karrer. „Ich bin dankbar für die Zeit, in der ich mit Christian Schwarzer unter anderem die Jahrgänge 1994 und jünger begleiten durfte.” Hanning sagt: „Die momentane Situation ist nicht so, dass Heiko das nötige Mehr an Energie in die DHB-Arbeit investieren könnte. Aber als Fachmann für die Ausbildung junger Spieler wird er für uns weiter eine Stütze sein.” In der B-Jugend nimmt Beppler den Platz von Dr. Christof Armbruster ein, der ins Lehrwesen des Deutschen Handballbundes wechseln soll.

„Die jetzt beschlossenen Maßnahmen können erst der Anfang eines Umbaus sein, an dessen Ende professionellere Strukturen stehen sollen”, sagt Hanning. „Wir müssen dabei auf allen Ebenen konsequent sein und uns entsprechend unserer großen sportlichen Wünsche verhalten. Spätestens in einem Jahr werden wir den neuen Stand bewerten und feststellen, ob die jetzt beschlossenen Schritte ausreichend sind. Weiteres wird sich zudem aus den neu zu erarbeitenden Kriterien für den Leistungssport ergeben.”