Kai Wandschneider: „Beim BHC wird uns richtig Feuer entgegenschlagen!“

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DKB Handball-Bundesliga

Handball-Erstligist HSG Wetzlar tritt am Samstagabend bei heimstarken Bergischen Löwen an – Mittelhessen müssen weiterhin auf Bliznac und Sebastian Weber verzichten!

Mit einem deutlichen 29:22-Heimsieg über den TBV Lemgo im Gepäck reisen die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am morgigen Samstag zum schweren Auswärtsspiel beim Tabellenvierzehnten Bergischen HC. Anwurf der Partie ist um 19 Uhr in der Klingenhalle in Solingen, in der die Grün-Weißen von rund 50 Anhängern unterstützt werden, die sich am frühen Nachmittag mit dem Fanbus auf die Reise machen werden. Geleitet wird das „Duell auf Augenhöhe“ von den beiden erfahrenen Unparteiischen Nils Blümel und Jörg Loppaschewski (DHB-Elitekader). Die Spielaufsicht hat die ehemaligen Erstliga-Schiedsrichterin Jutta Ehrmann-Wolf. 

„Der Bergische HC verfügt über eine richtig gute Mannschaft, umso überraschender ist es, dass sie bislang so verhältnismäßig wenig Punkte haben“, so Kai Wandschneider, der seinem Trainerkollegen Sebastian Hinze große Wertschätzung entgegen bringt. „Der BHC hat sich beim Final4-Turnier in Hamburg toll präsentiert und das dort erlangte Selbstvertrauen mit in die Liga genommen. In Solingen wird uns am Samstagabend auf dem Spielfeld und von den Rängen richtig Feuer entgegenschlagen. Darauf muss sich jeder meiner Spieler im Vorfeld einstellen und mit der notwenigen geistigen Frische, Konzentration und Aggressivität zu Werke gehen.“

Zwei Siege in den vergangenen beiden Ligaspielen haben dafür gesorgt, dass die Gastgeber mit derzeit 15 Punkten kurz vor dem Klassenerhalt stehen. Mit den Routiniers Victor Szilagyi und Kristian Nippes verfügt der BHC über erfahrene und spielstarke Rückraumspieler, die in den gefährlichen Shootern Alexander Hermann und Fabian Gutbrod oftmals dankbare Abnehmer finden. „Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein und sofort den Kampf aufnehmen, sonst wird es schwer dort zu bestehen. Eine erste Halbzeit wie in Kiel dürfen und werden wir nicht mehr hinlegen“, so Kai Wandschneider. „Jetzt, zum Saisonende hin, wird jedes Spiel zur Charakterfrage! Es wird sicherlich darauf ankommen, wie brennen die und wie brennen wir.“

Für die HSG Wetzlar ist die Partie in Solingen das letzte Auswärtsspiel einer bislang tollen Saison. Danach folgen nur noch die ausverkauften Heimspiele gegen Titelanwärter Rhein-Neckar Löwen und den SC DHfK Leipzig. Stolze elf Auswärtspunkte konnten die Grün-Weißen in dieser Spielzeit bereits einfahren, basierend vor allem auf einer stabilen Abwehr und herausragenden Torhüterleistungen. „Wir müssen diese Stärken wieder an den Tag legen und können Selbstbewusst zu Werke gehen“, gibt Wandschneider, der sich, die Mannschaft und die Fans mit zwei Siegen aus der englischen Woche belohnen will, um am Ende den bestmöglichen Tabellenplatz zu erreichen, die Marschrichtung vor. Verzichten muss der 56-jährige weiterhin auf Sebastian Weber (Rückenverletzung) sowie Kristian Bliznac (Augen-Operation). „Das zählt aber nicht, denn wir verfügen über ausreichend Potential, um am Samstagabend als Sieger von der Platte zu gehen.“