Kai Wandschneider: „Brauchen starke Deckung, vorne Geduld und unsere Fans!“

Bildquelle: Sportfoto Vogler

DKB Handball-Bundesliga

Trainer der HSG Wetzlar setzt im morgigen Heimspiel gegen Frisch Auf! Göppingen auf Heimvorteil – Partie seit längerer Zeit komplett ausverkauft

Wenn die HSG Wetzlar morgen Abend den Tabellennachbarn in der DKB Handball-Bundesliga, Frisch Auf! Göppingen, in der Rittal Arena empfängt, dann platzt die Heimspielstätte der Grün-Weißen einmal mehr aus allen Nähten- Mit 4.421 Zuschauern ist die Arena zum fünften Mal in dieser Saison ausverkauft. Für HSG-Trainer Kai Wandschneider könnte dies ein wesentlicher Faktor sein, denn der 56jährige setzt im Duell mit den Schwaben auch auf den Heimvorteil. „Unsere Fans wissen, dass sie uns mit ihrer Power von den Rängen, zum Sieg tragen können. Das haben wir schon mehrfach erlebt“, so Wandschneider, der sich auf das Duell mit dem EHF-Pokal-Teilnehmer freut. Geleitet wird die Partie, die um 19 Uhr angepfiffen wird, von den Elitekader-Schiedsrichtern des DHB, Colin Hartmann (Barleben) und Stefan Schneider (Irxleben). Die Spielaufsicht hat Ralf Damian.

„Göppingen hat eine starke Mannschaft, die im Winter noch einmal mit Adrian Pfahl gezielt verstärkt wurde. Wir müssen schon unsere obere Leistungsgrenze erreichen, um auch im Rückspiel gegen Frisch Auf! erfolgreich sein zu können“, weiß Kai Wandschneider, der sich aber auf die Partie freut. „Die Niederlage in Balingen ist abgehakt, die Stimmung intakt. Zudem wird Florian Laudt in die Mannschaft zurückkehren und uns wieder mehr Optionen geben.“ Verzichten muss der Coach weiterhin auf Kristian Bliznac (Entzündung am Finger). Auch der Einsatz von Kreisläufer Sebastian Weber, der sich über das Wochenende mit einer schweren Erkältung abgemeldet hatte, steht noch nicht fest. „Die Personalsorgen müssen wir ganz einfach zur Seite schieben und uns voll fokussieren! Ich weiß, dass Andreas Wolff morgen Abend brennen wird und Steffen Fäth erinnert sich vielleicht an sein Jahrhunderttor im Hinspiel“, erinnert sich der 56jährige an den knappen 29:28-Hinspiel-Erfolg der Mittelhessen, den ihnen Steffen Fäth mit einem direkt verwandelten Freiwurf in der letzten Sekunde der Spielzeit beschert hatte. „Wir gehen gut vorbereitet, selbstbewusst und voller Vorfreude an die schwere Aufgabe ran“, so Wandschneider. „Was wir brauchen sind starke Torhüter, eine gut aggressive Deckung und Geduld im Angriff. Ruft morgen Abend jeder Spieler sein höchstes Leistungsvermögen ab und arbeiten wir gut als Kollektiv, dann muss uns Göppingen in unserer eigenen Halle erst einmal schlagen!“

Insgesamt trafen beide Clubs in ihrer gemeinsamen Erstliga-Historie mittlerweile 29 Mal aufeinander. 14 Mal siegten die Schwaben, zwölf Mal die Mittelhessen, bei drei Unentschieden. Von den letzten sieben Duellen ging die HSG Wetzlar jedoch nur einmal als Verlierer vom Feld. „Göppingen hat sicherlich ambitioniertere Ziele und Vorgaben als wir! Deshalb liegt der Druck des Gewinnen-Müssens, auch nach den Niederlagen im EHF-Pokal gegen Holstebro und gegen die Rhein-Neckar Löwen, eher auf Göppinger Seite“, so Wandschneider. „Das heißt natürlich nicht, dass wir ohne Druck ins Spiel gehen, denn wir spielen zum fünften Mal in Folge vor ausverkauftem Haus und wollen gemeinsam mit unserem fantastischen Publikum unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren.“