Kai Wandschneider fordert mehr Verantwortung für Ball und Mitspieler!

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt am Donnerstabend Aufsteiger Eulen Ludwigshafen in Rittal Arena Wetzlar – Anwurf: 19.00 Uhr – Noch Tickets an Abendkasse erhältlich

Auf den Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar wartet am Donnerstagabend laut Trainer Kai Wandschneider ein weiteres „Big-Point-Spiel“ im Kampf um das ausgegebene Saisonziel, den frühzeitigen Klassenerhalt. Die Mittelhessen haben um 19.00 Uhr das Team der Eulen Ludwigshafen in der Rittal Arena Wetzlar zu Gast. Für die Partie sind noch Tickets an der Abendkasse erhältlich.

„Ludwigshafen ist ein ambitionierter Aufsteiger, der schwer zu bespielen ist“, so Kai Wandschneider über die Gäste. „Sie beherrschen unterschiedliche Deckungsvarianten und verfügen über gute Torhüter“, lobt der 58-jährige den Aufsteiger, der in dieser Saison jedoch in der Fremde noch keinen Pluspunkt sammeln konnte. „Sie haben sich aber zum Beispiel in Magdeburg, Flensburg und Kiel sehr gut verkauft und lange auf Augenhöhe gespielt, was uns eine Warnung sein muss. Klar ist aber auch, dass auch Ludwigshafen aufgrund der Entwicklungen im Tabellenkeller mittlerweile dazu gezwungen ist, Auswärtspunkte zu sammeln. Deshalb haben auch sie Druck in diesem Spiel!“

Während die Gäste aus Rheinland-Pfalz ohne großartige Personalsorgen die nur 150 Kilometer lange Reise nach Wetzlar antreten, plagen sich die Gastgeber diesbezüglich mit einigen Problemen herum. So fehlt mit Evars Klesniks (Bandschreiben-Operation) bereits seit Saisonbeginn der Abwehrchef. Dazu fällt weiterhin auch Routinier Stefan Kneer aus, der aufgrund einer Infektion zuletzt mehrere Tage im Krankenhaus verbringen musste. Große Fragezeichen stehen zudem hinter dem Einsatz von Linkshänder Joao Ferraz (Bronchitis) und Kreisläufer Jannik Kohlbacher (Oberschenkelprellung). „Das ist natürlich alles andere als schön, dass wir derzeit personell etwas die Seuche haben, aber wir denken nicht darüber nach, wer fehlen wird, sondern wer uns zur Verfügung steht und was wir gemeinsam bewegen können“, erklärt Kai Wandschneider, der an seine Mannschaft aber auch eine klare Erwartungshaltung hat. „Wir müssen uns im Vergleich zum Spiel in Kassel in vielen Bereichen deutlich steigern. Allen voran in der Verantwortung für den Ball, den Mitspieler und im Hinblick auf die taktische Disziplin in Angriff und Abwehr. Es heißt, in der Reihe zu bleiben! Darüber haben wir in dieser Woche viel gesprochen und entsprechend trainiert. Jetzt gilt es dies gegen Ludwigshafen umzusetzen. Das ist unsere Erwartungshaltung an uns selbst!“

Vier Erstliga-Duelle gab es zwischen den beiden Teams in der Vergangenheit. Die HSG Wetzlar führt in der Bilanz mit Drei zu Eins. Um ein weiteres positives Ergebnis erzielen zu können, weiß Wandschneider, „dass wir eine aggressive Abwehr mit einer guten Beinarbeit brauchen. Dazu eine überragende Torhüterleistung und einen guten Gegenstoß über die Erste- und Zweite-Welle, um die dringend benötigten Punkte bei uns zu behalten.“ 

Eine wichtige Rolle spielen für den „Trainer des Jahres 2017“ auch die Zuschauer. „Sie müssen wissen, dass wir sie über 60 Minuten als Unterstützer brauchen, um diese schwere Aufgabe meistern zu können. In dieser Saison haben wir keines unserer Duelle gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel verloren und das soll auch so bleiben“, so Wandschneider.

 

Die Mittelhessen erwarten zum Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen rund 4.000 Zuschauer in der Rittal Arena Wetzlar. Geleitet wird die Partie von den Unparteiischen Julian Köppl und Denis Regner (Elite-Anschlusskader der DHB). Die Spielaufsicht hat Thorsten Zacharias.