Kai Wandschneider: „Heißer Fight zum Saisonstart in Minden!"

DKB Handball-Bundesliga

Coach sieht Ostwestfalen „enorm verstärkt“ – Mittelhessen reisen zwar ersatzgeschwächt, aber mit Wissen um eigene Stärke nach Ostwestfalen!

Am Sonntag startet für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar die neue Saison in der DKB Handball-Bundesliga, die 17. Spielzeit in Folge im deutschen Handball-Oberhaus. Dabei sind die Mittelhessen beim Traditionsverein TSV GWD Minden zu Gast. Anwurf der Partie ist um 17.15 Uhr in der KAMPA Halle. Geleitet wird das „Duell auf Augenhöhe“ von den DHB-Elitekader-Schiedsrichtern Sebastian Grobe und Adrian Kinzel. Die Spielaufsicht hat Uwe Stemberg.

Zum ersten Saisonspiel reisen die Mittelhessen, um die Neuzugänge Maximilian Holst, Guillaume Joli und José Hombrados, mit ein paar Personalsorgen im Gepäck. So stehen weiterhin Kapitän Jens Tiedtke (neurologische Behandlung) und Spielmacher Adnan Harmandic (Bänderriss im Knie) nicht zur Verfügung. Auch der Einsatz von Abwehrchef Carlos Prieto ist stark gefährdet. „Die Partie in Minden wird ein ganz heißer Fight“, weiß HSG-Trainer Kai Wandschneider, worauf er sich mit seiner Mannschaft einstellen muss. „Minden hat einen sehr guten Trainer und ein robuste Mannschaft, die im Sommer prominent verstärkt wurde. Sie sind auf allen Position doppelt gut besetzt und müssen in dieser Saison eigentlich andere Ziele verfolgen als im vergangenen Jahr, was ja auch schon von den Verantwortlichen zu lesen war.“ Trotzdem sieht Wandschneider sein Team in der KAMPA Halle im mentalen Vorteil: „Minden muss dieses Spiel gegen uns unbedingt gewinnen, um den Erwartungen gerecht zu werden – sicherlich auch den eigenen. Für uns ist es kein Muss, aber wir wollen unbedingt als Sieger vom Platz gehen, als Belohnung für eine engagierte Vorbereitung, in der die Mannschaft toll mitgezogen hat.“

Auch HSG-Geschäftsführer Björn Seipp freut sich auf den Saisonauftakt. „Man merkt unserer Mannschaft richtig an, wie fokussiert und heiß sie darauf ist, dass es nun endlich ernst wird“, verrät der 40jährige. „Wir sind in dieser Vorbereitung zwar nicht ganz ohne schwerere Verletzungen oder Langzeitausfälle geblieben, aber alles in allem waren es deutlich weniger als im vergangenen Sommer. Das hat dazu geführt, dass das Team sich besser einspielen konnte und durch viele, zum Teil überraschende Siege jede Menge Selbstvertrauen getankt hat. In Minden zu gewinnen, ist alles andere als leicht, aber wir wissen, dass wir das Zeug dazu haben, wenn wir 60 Minuten konzentriert und engagiert zu Werke gehen.“ Einen kollektiven „Blackout“ wie in der ersten Halbzeit der vergangenen Saison, als die Grün-weißen in Minden zur Halbzeit mit 16:8 zurücklagen, dürfe und werde es nicht mehr geben, so Seipp. Letztendlich war die Partie im Oktober 2013 noch mit 24:24-Unentschieden geendet. „Ein kleines Handballwunder war das damals!“

Beim TSV GWD Minden, dem letztjährigen Tabellenvierzehnten der DKB Handball-Bundesliga, stehen sechs Abgängen vier namhafte Neuzugänge gegenüber. Vom SC Magdeburg wechselten Torhüter Gerrit Eijlers und Kreisläufer Marco Oneto nach Ostwestfalen. Dazu kehrte Rückraumspieler Arne Niemeyer vom TuS N-Lübbecke an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vierter im Bunde der Neuzugänge ist Abwehrhüne Miladin Kozlina, der vom Champions League-Teilnehmer RK Vadar Skopje nach Minden kam. Bis auf die Langzeitverletzten Sören Südmeier und Nened Bilbija (beide Kreuzbandriss), für den Arne Niemeyer geholt wurde, hat Trainer Goran Perkovac am Sonntag aktuell alle Spieler an Bord.