Kai Wandschneider: „Ohne Wenn und Aber wollen wir dieses Spiel gewinnen!“

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DKB Handball-Bundesliga

Donnerstagabend steigt Mittelhessen-Derby HSG Wetzlar gegen TV Hüttenberg in Rittal Arena Wetzlar – Partie ist restlos ausverkauft – Kai Wandschneider: „Es gilt als Mannschaft den nächsten Schritt zu machen.“

Eine ganze Region ist im Derbyfieber! Am Donnerstagabend treffen in der DKB Handball-Bundesliga die beiden mittelhessischen Handball-Erstligisten HSG Wetzlar und TV Hüttenberg aufeinander. Anwurf der prestigeträchtigen Partie ist um 19 Uhr in der Rittal Arena Wetzlar, die seit Tagen restlos ausverkauft ist. Geleitet wird das Derby von den erfahrenen Schiedsrichtern Robert Schulze und Tobias Tönnies. Die Spielaufsicht hat Berndt Dugall. 

„Natürlich wissen wir, dass in diesem Spiel die Favoritenrolle bei uns liegt“, erklärt Wetzlars Trainer Kai Wandschneider, dem bis auf den operierten Abwehrchef Evars Klesniks (Bandscheibenvorfall) alle Spieler zur Verfügung stehen werden. „Wir werden diese Rolle annehmen und wissen auch, dass Hüttenberg extrem motiviert sein wird. Es gibt zwei Spiele, die für sie in dieser Saison sehr wichtig sind, das sind die Duelle mit Wetzlar. Der Derbycharakter geht deshalb ganz sicher mehr von Hüttenberg aus, denn sie haben viele ehemalige Wetzlarer Spieler in ihren Reihen. Aber auch unsere Mannschaft weiß natürlich um die Wichtigkeit dieses Aufeinandertreffens und wird entsprechend motiviert und konzentriert zur Sache gehen.“

Trotzdem will der Coach in Sachen Anspruchshaltung etwas „Dampf aus dem Kessel nehmen“. „Ohne Wenn und Aber ist unser Anspruch dieses Spiel zu gewinnen! Aber hier spielt nicht etwa der FC Bayern München gegen Darmstadt 98, sondern der SC Freiburg gegen Darmstadt. Das sollten auch unsere Fans nicht vergessen, die am Donnerstagabend wieder eine wichtige Rolle spielen. Wir sind vorgewarnt“, so Wandschneider, der den Gästen ob deren bisherigen Erstligaauftritten Respekt zollt. „Hüttenberg verfügt über eine agile 3:2:1-Deckung, die sehr mannbezogen ist und alternativ in eine 5:1-Abwehr übergeht. Das ist unangenehm zu bespielen, liegt uns aber durchaus. Meine Mannschaft spielt gerne gegen solche Deckungssysteme und wir werden da Lösungen finden. Im Angriff müssen wir konzentriert und konsequenter als zuletzt spielen und in der Abwehr geduldig und immer aggressiv sein. Hier hat Hüttenberg bislang alle Angriffe sehr, sehr lange ausgespielt, bis der Schiedsrichter mit dem Arm fast wedelt. Sie finden Lösungen über den Kreis und haben gefährliche Schlagwurf-Schützen“, so der 57-jährige, dem stundenlange Videoanalysen die Stärken und Schwächen des Aufsteigers aufgezeigt haben. „All das haben wir im Training dieser Tage besprochen, trainiert und hoffentlich verinnerlicht.“

Mit Fabian Schomburg, Moritz Zörb, Christian Rompf, Sebastian Roth und den im Sommer zum TV Hüttenberg gewechselten Tobias Hahn und Vladan Lipovina spielen gleich sechs ehemalige HSG-Spieler in Reihen des Aufsteigers. „Sie werden natürlich besonders motiviert sein. Mal schauen, wie sich das auswirkt?“, so der Sport-Diplomlehrer, der mit der spielerischen Entwicklung seiner Mannschaft sehr zufrieden ist. „Wir haben in Hannover ein tolles Spiel gemacht, hinten wie vorne. Nur die schwache Chancenverwertung in der Schlussphase war ernüchternd und hat uns um weitere Punkte gebracht. Das gilt es am Donnerstag unbedingt besser zu machen – in aller Konsequenz.“ Jedoch sei zum Beispiel am enorm starken Spiel von Neuzugang Alexander Hermann zu erkennen gewesen, „dass wir erstaunlich schnell Schritt für Schritt vorankommen.“ Und jetzt gelte es am Donnerstag als Mannschaft den nächsten Schritt zu machen.

  „Ich freue mich auf das Spiel und spüre die Vorfreude auch bei der Mannschaft, die sehr konzentriert und gut trainiert hat“, so Wandschneider vor dem vierten Liga-Spiel in 12 Tagen. „Das hat aber auch Hüttenberg in den Knochen und deshalb wird es auch darauf ankommen, wer die breitere und bessere Bank hat. Auch hier traue ich uns einiges zu.“