Kai Wandschneider sieht Wetzlar gegen Bergische „Löwen“ in Favoritenrolle!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt Tabellenletzten aus Solingen und Wuppertal am Samstagabend um 19 Uhr in Rittal Arena – Noch Stehplatzkarten im Vorverkauf und an Abendkasse erhältlich

Im fünften Spiel der neuen Saison in der DKB Handball-Bundesliga sieht Wetzlars Coach Kai Wandschneider sein Team erstmals in der Favoritenrolle, wenn am Samstagabend der Bergische HC in der Rittal Arena Wetzlar zu Gast ist. Anwurf der Partie gegen den derzeitigen Tabellenletzten ist um 19.00 Uhr. Es sind noch Stehplatzkarten im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Geleitet wird die Begegnung von den Unparteiischen Nils Blümel und Jörg Loppaschewski. Die Spielaufsicht hat Berndt Dugall.

„Die Bergischen Löwen müssen derzeit den Ausfall von wichtigen Leistungsträgern beklagen, was die Situation für den BHC alles andere als einfach macht“, weiß Kai Wandschneider. „Es ist nie leicht gegen einen angeschlagenen Boxer zu kämpfen, deshalb müssen wir uns voll auf uns selbst konzentrieren und Vollgas geben.“ Dabei erwartet der 56-jährige von seinem Team aus den Fehlern der letzten Auswärtspartie am vergangenen Sonntag in Hannover zu lernen. „Wir müssen unsere Angriffe noch konsequenter auf den Punkt spielen und im Abschluss kompromissloser sein. Dazu in den entscheidenden Momenten der Partie kühleren Kopf bewahren“, weiß Wandschneider, der von seinem Team ohne Wenn und Abend einen Heimsieg fordert. „Bei allem Respekt vor dem BHC und Trainer Sebastian Hinze, aber ich erwarte, dass wir am Samstag als Sieger vom Parkett gehen. Erst dann können wir von einem erfolgreichen Saisonauftakt sprechen und relativ unbelastet am Dienstag zum schweren Auswärtsspiel nach Magdeburg fahren!“ 

Doch das ist für den Coach Zukunftsmusik. Zunächst einmal gilt es für Wandschneider sein Team auf die Spielgemeinschaft aus Wuppertal und Solingen einzustellen. „Wir werden uns perfekt vorbereiten, auch wenn das aufgrund der Personalprobleme des BHC nicht so einfach ist. Ich erwarte eigentlich, dass die Löwen bis zum Wochenende noch mindestens einen Neuzugang aus dem Hut zaubern oder uns eventuell mit der Rückkehr eines bis dahin verletzten Spielers überraschen“, so der 56-jährige, der selbst auf einen wichtigen Akteur verzichten muss. Linkshänder Joao Ferraz fällt aufgrund einer Entzündung in der Wurfschulter für zwei bis drei Wochen aus. „Joao konnte deshalb schon seit einiger Zeit nicht schmerzfrei spielen und deshalb ist die Pause jetzt richtig“, erklärt der 56-jährige, der nunmehr allen voran von Vladan Lipovina stabilere Leistungen erwartet. „Was Vladan kann, hat er im Heimspiel gegen Kiel gezeigt. Daran gilt es für ihn anzuknüpfen und die Leistungen zu stabilisieren.“ Als zweite Option steht den Grün-Weißen Routinier Evars Klesnik zur Verfügung, der bereits in Hannover mit drei Treffern auch in der Offensive auf sich Aufmerksam machte. Ein weiteres Augenmerk legt Wandschneider auf das Spiel von den Außen. „Diese Positionen sind zu oft verwaist, weil wir die Außen zu selten in gute Wurfpositionen bringen. Daran haben wir dieser Tage gearbeitet und ich bin mir sicher, dass das fruchten wird“, so Wandschneider.

Für HSG-Geschäftsführer Björn Seipp werden auch die Zuschauer am Samstag eine wichtige Rolle spielen. „Gegen diesen personell angeschlagenen Gegner gilt es auch für unsere Fans geduldig zu sein und nicht mit der falschen Anspruchshaltung in die Arena zu kommen. Der BHC verfügt immer noch über ausreichend Potential, um uns gefährlich werden zu können“, warnt der 42-jährige. „Nach zwei Auswärtsspielen hintereinander spürt man aber die Vorfreude, dass endlich wieder ein Heimspiel ansteht und ich bin mir sicher, dass unsere Zuschauer uns auch wieder über 60 Minuten pushen werden.“

Von den letzten zehn Pflichtspielen gegen den Bergischen HC konnten die Grün-Weißen sechs gewinnen, bei einem Unentschieden. Allerdings wiegt das Ergebnis des letzten Aufeinandertreffens noch schwer bei den Grün-Weißen. „In Solingen haben wir Mitte Mai mit 21:26 verloren und absolut keine Chance gehabt. Für diese Packung wollen wir am Samstag sportliche Revanche nehmen“, so Seipp.