Kai Wandschneider warnt vor „brandgefährlichem Gegner“ TBV Lemgo!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt Ostwestfalen am Mittwochabend in Rittal Arena Wetzlar – Noch Stehplatzkarten für Duell mit Tabellensechzehnten erhältlich

Nach zwei Siegen in Folge empfängt der aktuelle Tabellensiebte der DKB Handball-Bundesliga, die HSG Wetzlar, am Mittwochabend den TBV Lemgo in der Rittal Arena Wetzlar. Anwurf der Partie ist um 19.00 Uhr. Geleitet wird die Begegnung, für die es noch Stehplatzkarten an der Abendkasse gibt, von den Unparteiischen Thomas Hörath und Timo Hofmann. Die Spielaufsicht hat Berndt Dugall. 

„Lemgo ist ein brandgefährlicher Gegner“, warnt Wetzlars Trainer Kai Wandschneider sein Team und die Wetzlarer Zuschauer mit Nachdruck davor, den Gast aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation auf die leichte Schulter zu nehmen. „Der TBV hat zuletzt Göppingen zu Hause mit einem Tor geschlagen und ist viel besser als ihr aktueller Tabellenstand aussagt. Das wird ein Spiel, in dem wir an unsere absolute Obergrenze gehen müssen, um erfolgreich zu sein.“

Bei der Betrachtung der bisherigen Liga-Ergebnisse der Ostwestfalen fällt auf, dass die meisten der bislang acht Saisonniederlagen nur knapp ausfielen. „Genau deshalb kann ich unsere Mannschaft nur warnen, nach dem Derbysieg in Melsungen ein Anspruchsdenken zu entwickeln, dass Lemgo eine klare Sache wird. Das wäre tödlich“, so der 57-jährige HSG-Coach. „Tim Suton ist zurück bei Lemgo und lenkt das Spiel. Andrej Kogut habe ich noch nie so gut gesehen, wie aktuell. Kreisläufer Anton Mansson bewegt sich viel und reißt Lücken“, beschreibt Wandschneider exemplarisch einige Stärken des Tabellensechzehnten, der in bislang 36 Erstligaduellen die deutlich bessere Bilanz vorweisen kann. Gerade einmal sechs Mal konnte die HSG Wetzlar das Spielfeld als Sieger verlassen, bei drei Unentschieden. Stolze 27 Siege konnte Lemgo bislang gegen die Grün-Weißen verbuchen, die meisten jedoch zu Glanzzeiten des damaligen „TBV Deutschland“.

Bei allen Warnungen ist sich Wandschneider jedoch sicher, „wenn wir voll konzentriert zu Werke gehen, in der Abwehr Zugriff finden und die leichten Fehler aus der ersten Halbzeit abstellen, dann verfügen wir über genug Potential, um die Partie zu gewinnen.“

Verzichten müssen die Grün-Weißen weiterhin auf die Langzeitausfälle Philipp Pöter, Maximilian Holst und Joao Ferraz. Dazu konnten Evars Klesniks (Grippe) und Philipp Weber (Pferdekuss) nach dem Derbysieg in Melsungen erst gestern wieder ins Training einsteigen. „Beide werden am Mittwochabend allerdings dabei sein können, was enorm wichtig für uns ist“, weiß Wandschneider. Sein Gegenüber Florian Kehrmann muss dagegen aller Voraussicht nach auf Kreisläufer Christoph Theuerkauf (Bänderverletzung) und Neuzugang Donat Bartok (Fingerbruch) verzichten. Der Langzeitverletzte Christian Klimek könnte nach seinem Innenbandriss in Wetzlar sein Comeback feiern.

„Unsere Zuschauer sind am Mittwoch einmal mehr von entscheidender Bedeutung. Wir brauchen die volle Unterstützung von den Rängen, auch wenn es, wie zuletzt gegen Gummersbach, phasenweise nicht so gut läuft. Wir müssen bis zum Jahreswechsel weiter Erfolgserlebnisse und Punkte sammeln“, so Wandschneider, der von seinem Team deshalb eine „hochkonzentrierte Leistung über 60 Minuten“ fordert.