Kai Wandschneider: „Wir müssen bis zur Winterpause voll durchziehen!“

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DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt am Samstagabend TVB 1898 Stuttgart – Mittelhessen bitten Zuschauer frühzeitig oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen

Am Samstagabend bestreiten die Erstliga-Handballer der HSG Wetzlar ihr vorletztes Heimspiel im Jahr 2016 in der DKB Handball-Bundesliga. Um 19 Uhr ist der aktuelle Tabellenfünfzehnte TVB 1898 Stuttgart in der Rittal Arena zu Gast. Die Mittelhessen erwarten dann einmal mehr über 4.000 Zuschauer, betonen aber, dass noch Stehplatzkarten an der Abendkasse erhältlich sind. Geleitet wird die Begegnung von den erfahrenen DHB-Elitekader-Schiedsrichtern Matthias Brauer und Kay Holm. Die Spielaufsicht hat DHB-Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle. 

„Wir dürfen nicht den Fehler machen und uns vom aktuellen Tabellenstand der Stuttgarter täuschen lassen“, mahnt HSG-Trainer Kai Wandschneider vor der Partie. „Da kommt eine Mannschaft mit jeder Menge Qualität!“ Der 57-jährige weiß um die Stärken der Schwaben. „Sie haben viel Potential im Kader!“ Jung-Nationalspieler Dominik Weiß, die Linkshänder Felix Lobedank und Bobby Schagen (kam vom TuS N-Lübbecke) oder der rumänische Abwehrspezialist Viorel Fotache sind zu nennen. Allen voran aber Michael Kraus, der wie Lobedank vor der Runde vom Nachbarn aus Göppingen in die Landeshauptstadt Baden-Württembergs gewechselt ist. Der TVB reist allerdings ohne den verletzten Ex-Nationaltorhüter Johannes Bitter nach Wetzlar. Für den Weltmeister von 2007 holten die Schwaben kurzfristig den 35-jährigen Rumänen Mihai Pop dazu.

„Wir dürfen und werden nicht auf den Gegner schauen, sondern nur nach unserer eigenen Leistung“, verrät Wandschneider, der mit seinem Team drei der vergangenen vier Erstligaspiele gewinnen konnte und selbst aus Leipzig, wo die Mittelhessen am Sonntag mit 26:30 verloren, einige positive Erkenntnisse mitgenommen hat. „Wie die Jungs das mit dem siebten Feldspieler umgesetzt haben, war klasse. Dafür hatten wir im Training wenig Vorlauf. Das spricht für den Charakter der Spieler und den Teamspirit. Was wir gegen Stuttgart wieder brauchen, ist eine deutlich bessere Torhüterleistung“, hält der HSG-Coach Lob und Tadel für sein Ensemble parat.

Und dann redet Wandschneider seinen Profis noch einmal gebetsmühlenartig ins Gewissen: „Bei uns spielen einige zum ersten Mal im Dezember Bundesliga. Diese Zeit ist hart für alle Spieler, aber wir müssen bis zur Winterpause voll durchziehen und wieder mehr Konstanz in unser Spiel bringen – zwei Halbzeiten auf ähnlichem Niveau spielen können. Das war zuletzt zu selten der Fall! Wir wollen uns für die bislang gute Ausbeute weiter belohnen und brauchen noch mehr Punkte. So schnell wie möglich.“

Zweimal standen sich beide Clubs bislang in der DKB Handball-Bundesliga gegenüber. Beide Male ging Wetzlar als Sieger vom Parkett. „Diese Serie gilt es mit Hilfe unserer fantastischen Fans am Samstag auszubauen“, gibt Wandschneider, der bis auf die Langzeitausfälle Philipp Pöter (Leistungssportverbot), Maximilian Holst (Kreuzbandriss) und Joao Ferraz (Schulteroperation) nach aktuellem Stand alle Mann an Bord hat, klar die Marschrichtung vor. „Stuttgart schiebt uns die Favoritenrolle zu und diese nehmen wir an. Deshalb verlange ich von der ersten bis zur letzten Minute volle Konzentration, taktische Disziplin und Einsatz bis an die eigene Schmerzgrenze. Wir müssen uns auf dem Spielfeld füreinander zerreißen und werden das auch tun!“

Wetzlarer Verantwortliche bitten Fans um frühzeitige Anreise!

Da die Partie gegen Stuttgart am dritten Adventswochenende stattfindet und das angrenzende FORUM-Shoppingzentrum am Samstag bis 22 Uhr geöffnet hat, bitten die Wetzlarer Verantwortlichen die Zuschauer frühzeitig und bestenfalls mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. „Das FORUM-Parkhaus wird aufgrund des Kundenansturms ziemlich voll sein“, weiß Geschäftsführer Björn Seipp. „Deshalb weisen wir darauf hin, dass in der Eintrittskarte das RMV-KombiTicket inkludiert ist, mit dem unsere Zuschauer am Spieltag kostenlos mit Bus und Bahn anreisen können. Wer mit dem Auto kommt, der sollte früh los fahren und etwas mehr Zeit bei der Parkplatzsuche einplanen.“