Klimovets nutzt Einsatzzeit

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Test gegen Zweitligist stellt Chalepo zufrieden

Waren die letzten Testspielresultate für die HSG Wetzlar noch negativ, so gestalteten die Mittelhessen ihre Generalprobe vor dem ersten Bundesliga-(Heim-)Spiel gegen Frisch Auf Göppingen am Mittwoch gegen die TSG Friesenheim mit 31:26 (16:14) erfolgreich.

„Das war im Großen und Ganzen ein gutes Spiel von uns. Dennoch haben wir stellenweise noch zu viele technische Fehler gemacht, auch wenn wir noch immer einige Verletzte zu beklagen haben“, fasste HSG-Chefcoach Gennadij Chalepo nach der Begegnung zusammen.

 

Ohne den mit einer Oberschenkelzerrung angeschlagenen Giorgios Chalkidis und den an Mandelentzündung erkrankten Kari Kristjan Kristjansson am Kreis, hatte der potenzielle Neuzugang Andrej Klimovets die Chance, sich über 60 Minuten Spielzeit zu präsentieren. Obgleich der ehemalige deutsche und weißrussische Nationalspieler phasenweise noch ein wenig Probleme hatte, sich der Spielweise seiner möglichen neuen „Kollegen“ anzupassen, übernahmen die Grün-Weißen schon früh das spielerische Szepter. In der 9. Minute hatte die Defensive der Gastgeber aufmerksam gearbeitet und Christian Rompf verwertete den daraus erzielten Gegenstoß zum 7:4.

Doch dann drosselten die Wetzlarer ihr Spiel ein wenig und wirkten im Angriff teilweise ideenlos. Daraus entstanden oft einfallslose Querbewegungen, die immer wieder zu Ballverlusten führten. Dies machten sich die Eulen zunutze und egalisierten durch Marco Hauk (14.) zum 8:8-Gleichstand. Kurze Zeit später überzeugte Klimovets erstmals mit seinen Qualitäten, bekam das Leder am Kreis zu fassen, setzte sich energisch durch und holte damit einen Strafwurf für seine Farben. „Andrej ist ein starker Spieler mit viel Erfahrung. Wenn wir zur Ergänzungslösung kommen, dann haben wir gar nicht die Zeit, um einen jungen Spieler zu integrieren. Da ist er schon der richtige Mann“, gab Chalepo dahin gehend zu Protokoll.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren immer knapp die Nase vorn, bis der abermals sehr treffsicher agierende Rompf das 22:18 markierte und die HSG damit erstmals mit vier Treffern in Front brachte. Auch der mittlerweile auf der Mitte dirigierende Adnan Harmandic verlieh dem Spiel seines Teams merklich mehr Dynamik und Druck, mit dem die Friesenheimer defensiv nur schwer umgehen konnten. In der 52. Spielminute versenkte der bosnische Spiellenker seinen sechsten Siebenmeter zum 27:23 und hob die Partie eigentlich schon zu diesem Zeitpunkt außer Reichweite für die Pfälzer.

Wetzlar: Weber, Marinovic; Rompf (6), Salzer (1), Valo (3), Mraz (1), Müller (3), Hahn (3), Harmandic (9/6), Friedrich (2), Klimovets (3)

Friesenheim: Klier, Bender; Dumitru, Grimm (5), Kogut (3), Backovic (2), Bühler (3), Hauk (4), Claussen (1), Becker (2), Kossler (6/4), Klimek

Zuschauer: 200
Zeitstrafen: 6:4 Minuten
Siebenmeter: 7/6 : 4/4

(po)