„Kühlen Kopf bewahren und an gute Auftaktleistung anknüpfen!“

DKB Handball-Bundesliga

Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider will Überraschungscoup gegen Hamburg veredeln – Nikola Marinovic und Philipp Müller treffen auf Ex-Verein

Der Auftakt in die neue Saison der DKB Handball-Bundesliga ist der HSG Wetzlar am vergangenen Samstag beim 33:26-Erfolg gegen den HSV Handball geglückt. Spätestens seit Montag aber richtet sich der Blick der Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider auf den kommenden Gegner HBW Balingen-Weilstetten. Denn gegen das Team aus Baden-Württemberg gilt es die gegen Hamburg gewonnenen Zähler zu bestätigen und zu veredeln, was am besten mit einem doppelten Punktgewinn in der Fremde zu realisieren wäre. Am Samstag, den 1. September gastieren die Wetzlarer um 19 Uhr in der Sparkassen Arena, in der in der Vergangenheit schon mehrfach die Emotionen hochgekocht waren.

„Aus den vergangenen Spielzeiten wissen wir, was für eine hitzige Atmosphäre in der Balinger Halle herrschen kann, wenn der HBW die Konkurrenten im Abstiegskampf empfängt. Da heißt es sich mental darauf einzustellen und sich weder von der vermeintlichen Abwehrhärte der Gastgeber auf dem Feld, noch den möglichen Emotionen auf den Tribünen aus dem Konzept bringen zu lassen. Letzte Saison ist uns dies nicht gelungen, ich hoffe aber, dass unsere Mannschaft diesbezüglich an Erfahrung dazu gewonnen hat“, erklärt HSG Geschäftsführer Björn Seipp, der bereits gegen den HSV beobachten konnte, wie die Mannschaft trotz eines Drei-Tore-Rückstandes ihre Konzepte in klarer Art und Weise weiterspielte und dafür am Ende belohnt wurde. „Außerdem sind sicherlich beide Clubs froh, dass mit Colin Hartmann und Stefan Schneider zwei erfahrene Schiedsrichter das Spiel pfeifen, die wissen, um was es in solchen Begegnungen zwischen Mannschaften auf Augenhöhe geht und den Akteuren sicher klare Grenzen setzen“, ergänzt Seipp.

Philipp Müller und „Bobby“ Marinovic sehen Ex-Kollegen wieder!

Die Partie gegen das Team von Trainer Dr. Rolf Brack bietet auch durch einige interessante Personalien. So treffen Philipp Müller und Keeper Nikola Marinovic (Bild), der am gestrigen Tag Geburtstag feierte, auf ihren Ex-Club, bei dem sie in der Saison 2009/2010 noch gemeinsam aktiv waren. „Es ist natürlich immer etwas Besonderes, wenn man auf seinen ehemaligen Verein trifft, bei dem man nicht nur die Mannschaft, sondern auch das ganze Umfeld bestens kennt. Ein Sieg für uns würde nicht nur bedeuten, dass wir mit 4:0 Punkten in die Saison starten, sondern vielmehr, dass wir im direkten Duell mit einer Mannschaft auf Augenhöhe wichtige Zähler im Kampf um den frühzeitigen Klassenerhalt einfahren würden“, verdeutlicht Nikola Marinovic die Bedeutung des Spiels, zu dem die Grün-Weißen bereits am Freitag anreisen.

Wandschneider will erneut  Struktur und Klarheit im Spiel sehen!

Sichere Punkte oder gar ein Spaziergang gegen den HBW sind aber trotz der herausragenden Leistung zum Auftakt absolut nicht zu erwarten. Zwar verloren die Gastgeber ihr erstes Spiel beim TSV Hannover-Burgdorf mit 20:25, in der heimischen Sparkassen Arena ist ein anderes Auftreten der Brack-Truppe aber gewiss. „Wir wissen um die Atmosphäre und die Heimstärke Balingens und haben beziehungsweise werden uns intensiv auf das zu Erwartende vorbereiten. Wenn wir es schaffen, Struktur und Klarheit in unsere Angriffe zu bringen und in der Abwehr so zu überzeugen, wie gegen Hamburg, können wir auch aus Balingen etwas Zählbares mitnehmen“, so HSG-Trainer Kai Wandschneider.