Mannschaft singt Kai Wandschneider nach Sieg Geburtstagsständchen!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar bezwingt HC Erlangen im "Big-Point-Spiel" verdient mit 26:23 (12:8) - Sonderlob des Trainers für Kapitän Nikolai Weber

 Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge hat die HSG Wetzlar einen Befreiungsschlag gefeiert. Gegen den HC Erlangen gelang den Hessen ein 26:23 (12:8)-Sieg. Die HSG Wetzlar bescherte somit ihrem Trainer Kai Wandschneider, der seinen 58. Geburtstag feierte, einen wichtigen Erfolg. Diesen hätte zwar auch gerne der HC Erlangen gehabt, doch die Mannschaft von Neutrainer Adalsteinn Eyjolfsson zeigte eine gute Leistung und kann darauf aufbauen. Beste Torschützen der Partie waren Jannik Kohlbacher und Alexander Herman mit jeweils sechs Treffern für die Hausherren, für Erlangen trafen Nikolai Link, Jonas Thümmler und Andreas Schröder jeweils viermal.

Bis auf Nicolai Theilinger und Uros Bundalo war der HC Erlangen am Donnerstagabend mit kompletter Aufstellung bei der HSG Wetzlar aufgelaufen. Wetzlar ging zu Beginn über lange und kontrollierte Angriffe, wodurch auch die erste 2:0-Führung resultierte. Jannik Kohlbacher und Stefan Cavor legten vor. Erst nach knapp fünf Minuten gelang den Gästen der Anschluss durch den HCE-Toptorschützen Christoph Steinert. Erlangen begann mit Nikolas Katsigiannis im Tor, der gut in die Partie fand. Dank seiner zwei frühen Paraden bekamen die Rothemden ihre Chance zum schnellen Gegenzug. Wenige später traf Kreisläufer Jonas Thümmler zum 2:2-Ausgleich. Es sollte jedoch der letzte Zeitpunkt in der ersten Halbzeit sein, als Erlangen mithalten konnte.

Wetzlar nahm nach gut zehn Minuten das Zepter in die Hand. Maximilian Holst war zunächst per Siebenmeter erfolgreich, ehe ein Gegenstoß von Anton Lindskog das 4:2 ermöglichte (9.). Weil Torhüter Benjamin Buric mehrmals zur Stelle war, konterte Wetzlar weiter. Nur wenig später erhöhte Kasper Kvist auf 7:3, sodass Gästetrainer Adalsteinn Ejyolfsson bereits zur Auszeit gezwungen wurde. Doch Erlangen konnte die Abwehr der Hausherren nicht durchbrechen. Der nächste Gegenstoß folgte, Kasper Kvist nutzte erneut die Parade von Benjamin Buric aus und sorgte für die Fünf-Tore-Führung.

Erlangen kämpfte sich ein wenig heran, ohne aber die HSG nennenswert unter Druck zu setzen. Martin Stranovsky und Jonas Thümmler setzten Akzente und verkürzten zunächst auf 9:6 (19.). Doch die HSG Wetzlar blieb weiterhin Herr der Lage. Alexander Herman stellte die Vier-Tore-Führung erneut her. Zweimal in Folge verhinderte Benjamin Buric einen weiteren Treffer. Dafür zeigte jetzt aber auch sein Gegenüber Katsigiannis mit einer Flugeinlage seine Klasse und hielt seine Mannschaft im Spiel. Andreas Schröder sorgte mit einem guten Wurf auf halblinker Position für den 12:8-Halbzeitstand.

Hoffnung keimte für den HC Erlangen zu Beginn der zweiten Hälfte auf. Nikolai Link verkürzte zunächst auf drei Tore und ballte die Faust nach dem Gegenstoßtreffer. Er wusste, dass sein Team auf dem Vormarsch war. Als Nico Büdel in der 41. Minute auf 17:16 verkürzte, war der HCE voll auf der Höhe. Wetzlar-Trainer Kai Wandschneider nahm folgerichtig die Auszeit.

Wenig später stabilisierten sich die Hausherren in der Abwehr. Der in der zweiten Halbzeit glücklose Benjamin Buric wurde von Nikolai Weber ersetzt. Der konnte gleich Akzente setzen und legte für seine Vorderleute auf. Jetzt holten Alexander Herman und Jannik Kohlbacher in der Offensive die Kohlen aus dem Feuer. Wetzlar zog dadurch auf 20:17 davon (47.)

Dank der wieder verbesserten Abwehr der HSG hatte der HC Erlangen erneut Schwierigkeiten für freie Torchancen und musste nachgeben. Wetzlar zog zehn Minuten vor dem Ende auf 23:18davon, ehe Johannes Sellin für Erlangen verkürzte. Vier Minuten lang blieb die Begegnung ohne weiteres Tor. Nikolai Weber verhinderte abermals ein Herankommen der Erlanger. Jetzt durchbrach Philipp Weber das Eis zum 24:19. Bei noch fünf Minuten auf der Uhr war das Spiel so gut wie entschieden. Erlangen riskierte zwar noch einmal alles mit dem zusätzlichen Feldspieler, doch eine doppelte Zeitstrafe machte den Gästen die letzte Hoffnung auf einen Punktgewinn zunichte. Zwar verkürzte Nico Büdel noch einmal auf 25:22, doch Wetzlar war clever genug und brachte den Sieg über die Zeit.

Quelle: www.handball-world.news