„Mit heißem Herz und kühlem Kopf!“ HSG Wetzlar muss bei Aufsteiger ThSV Eisenach ran

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen wollen heute Abend Erfolgsserie am Fuße der Wartburg fortsetzen – HSG-Trainer Kai Wandschneider spricht von „echter Herausforderung in hitziger Atmosphäre“

Dem Handball-Erstligisten HSG Wetzlar steht am heutigen Abend eines der wohl schwersten Auswärtsspiele der Saison bevor! Die Grün-Weißen müssen um 19 Uhr beim kampfstarken Aufsteiger ThSV Eisenach antreten. „Das wird eine echte Herausforderung, sowohl physisch als auch psychisch, den die Werner-Assmann-Halle ist aufgrund ihrer hitzigen Atmosphäre berüchtigt“, weiß Wetzlars Trainer Kai Wandschneider, der sich jedoch auf das Spiel freut. „Wir sind nach 9:1-Punkten in Folge natürlich voller Selbstvertrauen in die eigenen Stärken und haben uns intensiv vorbereitet auf das, was da heute Abend auf und abseits des Parketts auf uns zukommt. Wir müssen ein heißes Herz zeigen, aber einen kühlen Kopf bewahren.“

Unterstützt werden die Mittelhessen von knapp 80 grün-weißen Anhängern, die die knapp anderthalbstündige Reise mit der Mannschaft nach Thüringen antreten. „Das ist ebenso toll wie wichtig, dass wir um die Unterstützung unserer Fans wissen“, so der 55jährige. 

„Für uns sind die vergangenen Ergebnisse Ansporn, uns nicht auszuruhen, sondern permanent konzentriert und engagiert weiterzuarbeiten. Das haben auch die vergangenen Trainingstage gezeigt, in der die Mannschaft sehr gut trainiert hat“, bilanziert Wandschneider.

Dem Coach stehen heute Abend alle Spieler zur Verfügung. Auch der unter der Woche grippekranke Rechtsaußen Tobias Hahn hat sich fit gemeldet. „Es ist wichtig, dass wir alle Optionen und Wechselmöglichkeiten haben, denn der ThSV besitzt eine körperlich rubuste Mannschaft“, weiß Wandschneider, für den die bisherigen Ergebnisse der Gastgeber eine eindeutige Sprache sprechen. „Mir scheint es fast so, als würden sich auf die Heimspiele konzentrieren!“ Tatsächlich hat der Thüringische Sportverein seine bisherigen vier Pluspunkte allesamt zu Hause geholt – gegen Balingen und Lübbecke. Auch das Spitzenteam der MT Melsungen stand am Fuße der Wartburg zuletzt kurz vor einer Niederlage.

"Velimir Petkovic wird heute Abend alle Register ziehen", weiß auch Wandschneider um die taktischen Kniffe seines Vor-Vorgängers bei der HSG Wetzlar. „Natürlich haben wir von den Verletzungsproblemen der Eisenacher gelesen, aber warten wir mal ab, wer uns am Ende tatsächlich gegenüberstehen wird. Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.“

Seit dem Jahr 2001 fanden insgesamt vier Erstligaduelle zwischen den beiden Clubs in der Werner-Assmann-Halle statt – allesamt konnte die HSG Wetzlar gewinnen. Letztmals gab es März 2014 einen knappen 28:27-Erfolg der Grün-Weißen am Fuße der Wartburg. „Wir freuen uns auf das Spiel, den Gegner und die Atmosphäre! Es wäre natürlich sensationell, wenn meine Jungs auch diese Hürde erfolgreich meisten könnten, aber der Druck des unbedingten gewinnen Müssens liegt ganz klar bei Eisenach“, weiß Kai Wandschneider.

Geleitet wird die Partie von den derzeit wohl erfahrensten Elitekader-Schiedsrichtern Kay Holm und Matthias Brauer. Die DHB-Spielaufsicht hat Ex-Bundesliga-Referee Ralf Damian.