Mittelhessen freut sich auf "Bad Boys" mit vielen Wetzlarer Jungs!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar war in den vergangenen Jahren nur allzu oft ein Sprungbrett für deutsche Talente in die Nationalmannschaft – Gleich fünf Spieler mit grün-weißer „Zukunft oder Vergangenheit“ für DHB gegen Portugal dabei

 

Bereits zum sechsten Mal ist die Rittal Arena Wetzlar Austragungsort eines Länderspiels der Deutschen-Handballnationalmannschaft. Am morgigen Mittwochabend starten die selbsternannten Bad Boys des DHB in die Qualifikation für die Handball-Europameisterschaft 2018 in Kroatien. Gegner der deutschen Auswahl ist dann Portugal. Der Anwurf der Partie, die live auf Sport1 übertragen wird, ist um 19.00 Uhr. 

„Die DHB-Auswahl in Wetzlar zu Gast zu haben, ist ein Großereignis für diese handballbegeisterte Region. Hier herrscht eine enorme Vorfreude auf die Partie, was auch der Vorverkauf gezeigt hat, denn binnen weniger Tage war die Rittal Arena restlos ausverkauft“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der sich, wie die vielen grün-weißen Fans, auch darauf freut, drei ehemalige Wetzlarer Spieler in Mittelhessen wieder zu sehen.

Mit Steffen Fäth (Füchse Berlin), Tobias Reichmann (KS Vive Tauron Kielce/Polen), Andreas Wolff (THW Kiel), Jannik Kohlbacher und dem „Novizen“ Philipp Weber gehören gleich fünf Akteure zum Aufgebot von Bundestrainer Dagur Sigurdsson, die bei der HSG Wetzlar zu deutschen Nationalspielern gereift sind. „Das macht uns sehr stolz und ist eine zusätzliche Anerkennung unserer Arbeit“, so Björn Seipp und ergänzt. „Die Nationalmannschaft ist das Flaggschiff und Zugpferd des deutschen Handballs, die jegliche Unterstützung verdient. Wir setzen seit Jahren auf junge deutsche Spieler. Sicherlich auch aus ökonomischen Gründen. Es ist aber toll zu sehen, dass sich hier bei uns immer wieder talentierte Spieler in den Fokus spielen und zu Nationalspielern entwickelt.“

In der, von Medienvertretern zuletzt so betitelten „Wetzlarer Talentschmiede“ sind in der vergangenen Jahren viele dieser deutschen Newcomer zu Nationalspielern gereift. Akteure wie Michael Allendorf, Timo Salzer, Sven-Sören Christophersen oder Kevin Schmidt erhielten ihre erste Nominierung für die DHB-Auswahl als sie noch das grün-weiße HSG-Trikot trugen. Dazu stehen aktuell mit Till Klimpke, Stefan Hanemann, Hendrik Schreiber und Ian Weber gleich vier Wetzlarer Nachwuchstalente im Blickfeld der Trainer der Jugend- und Juniorennationalmannschaften des Deutschen Handballbundes.

„Die jungen, talentierten Spieler kommen mittlerweile gerne zu uns, weil sie wissen, dass Wetzlar ein Sprungbrett für höhere Aufgaben sein kann“, stellte Wetzlars Trainer Kai Wandschneider fest. „Wir sehen uns als Weiterbildungsverein. Dabei geben einem  Entwicklungen wie zum Beispiel bei Steffen, Andi und Jannik, oder jetzt auch Philipp, jede Menge Energie für die Zukunft. Für einen Trainer ist es das Größte, solche Entwicklungen fördern zu können und zu sehen, was daraus wird“. Zuletzt zumindest nicht allzu oft gestandene Nationalspieler, die sich nunmehr also am morgigen Abend in der Rittal Arena vor einem liebgewonnenen Wetzlarer Publikum präsentieren.