Nach großem Kampf: HSG Wetzlar gewinnt in Eisenach

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DKB Handball-Bundesliga

28:27-Auswärtserfolg bei Aufsteiger aus Thüringen - Tönnesen und Harmandic ragen aus Wetzlarer Team heraus

Die HSG Wetzlar hat am Dienstagabend ihr Auswärtsspiel beim ThSV Eisenach mit 27:28 (14:11) gewonnen. Die abstiegsbedrohten Thüringer verspielten dabei eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung und verpassten den Anschluss zum Tabellensechzehnten Balingen-Weilstetten. Währenddessen kletterte die HSG Wetzlar auf Rang 10 der Bundesligatabelle. Bester Werfer der Partie war Eisenachs Dener Jaanimaa mit zehn Treffern, für die Gäste trafen Kent Robin Tönnesen (6) und Adnan Harmandic (5) am häufigsten.

Vor 1950 Zuschauern in der Werner-Aßmann-Halle eröffneten beide Mannschaften die Partie ausgeglichen. Nachdem Rene Villadsen für die Gastgeber parierte, sorgte Aivis Jurdzs mit einem Dreierpack für die erste Zwei-Tore-Führung für den ThSV Eisenach. Nach einer Viertelstunde bediente der Rückraumspieler den enteilten Adrian Wöhler, der den resultierenden Tempogegenstoß zum 7:4 vollendete. 

Wetzlar erschwerte sich derweil die Aufholjagd selbst, weil Prieto Martos binnen von zehn Minuten zweimal auf der Strafbank Platz nehmen musste. Kent Robin Tönnesen und Ivano Balic hielten zunächst ihre Mannschaft im Spiel, welche in der Folge auf zwei Treffer in Schlagdistanz blieben. Den direkten Anschluss verpassten sie allerdings noch, denn Eisenach blieb spielbestimmend und belohnte sich mit Treffern von Jaanimaa und Trautvetter auf 14:10. Wetzlar war weiterhin nicht präsent in der Partie und wartete auf den Pausenpfiff. Allerdings konnten die Gäste noch einmal verkürzen, Jens Tiedtke erzielte nach Vorarbeit von Ivano Balic mit der Halbzeitsirene das 14:11. 

Was auch immer Wetzlars Trainer Kai Wandschneider seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben hatte - die Spieler kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Der nun aufdrehende Adnan Harmandic ebnete mit drei schnellen Toren im zweiten Durchgang die Aufholjagd der HSG. Dessen Kollege aus dem Rückraum, Kent Robin Tönnesen blieb ebenfalls gefährlich aus der hinteren Reihe für einen Treffer und verkürzte neun Minuten nach Wiederanpfiff zum 18:17. 

Eisenach bekam plötzlich kein Bein mehr auf den Boden. Stanislav Gorobtschuk wurde für Rene Villadsen in das Tor gewechselt, konnte allerdings die kollektive Schwächephase der Hausherren nicht wettmachen. Währenddessen war es Steffen Fäth, der nach Vorlage von Harmandic zum Ausgleich zum Ausgleich einnetzte. Eisenachs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson wollte mit seiner Auszeit die Hektik aus der Mannschaft herausnehmen, welches nach wenigen Minuten auch gelingen sollte. Zwar brachte Ivano Balic den Wetzlarern zunächst die Führung, doch Tobias Reichmann und Nikolai Hansen drehten das Spiel wieder zu Gunsten der Hausherren. 

Von nun war es eine Begegnung auf Augenhöhe, immer wieder konnten beide Mannschaften den Spielstand egalisieren. Weiterhin überragend agierte Dener Jaanima, der Este brachte den ThSV Eisenach mit seinem zehnten Treffer zum 25:24 acht Minuten vor dem Ende erneut in Front. Der doppelte Punktgewinn rückte für den Aufsteiger wieder in greifbare Nähe. 

Allerdings unterliefen den Hausherren in der Schlussphase einige technische Fehler, dazu parierten Andreas Wolf und Magnus Dahl vermehrt freie Bälle, sodass Wetzlar keinem höheren Rückstand hinterherlaufen musste und abermals zum Ausgleich kam. Wieder waren es Harmandic und Tönnesen, welche die Kohlen für die HSG aus dem Feuer holten und der Begegnung die erneute Wendung gaben. Nach dem 26:27 gelang Nikolai Hansen noch einmal der Ausgleich (27:27). Da waren noch eine Minute und 19 Sekunden zu spielen. Doch am Ende rächten sich die vielen vergebenen Chancen von den Außenpositionen, der starke Rückraum um Jaanimaa konnte dies nicht mehr wettmachen. So war Jaanimaa mit der letzten Aktion des Spiels der tragische Held, als er mit seinem Wurf an Wetzlars Schlussmann Magnus Dahl scheiterte. 

Quelle: www.handball-world.com