Nachlegen nach Fast-Sensation

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HSG Wetzlar steht gegen VfL Gummersbach in der Pflicht

Ein vorweihnachtliches Geschenk wollen sich die Handballer der HSG Wetzlar am heutigen Abend selber bereiten. Nach dem starken Auftritt am vergangenen Samstag in Hamburg, bei dem nur haarscharf ein sensationeller Punkt verfehlt wurdee, sind die Salzer und Co. heute um 20.15 Uhr gegen den Altmeister VfL Gummersbach in der Pflicht und der Favoritenrolle.

 

„Wir wollen und müssen die Punkte in Wetzlar behalten. Im Tabellenkeller geht es derzeit sehr eng zu und da sind solche Punkte sehr wichtig“, bringt es HSG-Coach Ghenadij Chalepo knapp auf den Punkt. Die Gäste aus dem Oberbergischen und die HSG Wetzlar trennen vier Zähler und ein Sieg wäre richtungweisend für die Gastgeber.

iDoch auch wenn aufgrund des Auftritts in Hamburg und der derzeitigen Tabellensituation in der Bundesliga die HSG gestärkt in die Begegnung gehen kann, so weiß Chalepo nur zu gut, dass „dieses Spiel nicht zu vergleichen sein wird mit der Partie in Hamburg. Es wird sehr hart und eng und wir müssen schon auch ordentlich dagegen halten und uns konzentrieren“, hat der Wetzlarer Trainer durchaus jede Menge Respekt vor der Mannschaft des Gegners. Mit Mahe, Schindler, Zrnic, Pfahl oder Wernick am Kreis verfügt der VfL über eine sehr starke Anfangsbesetzung die es jedem Gegner schwer machen kann. Besonders die unter Ex-Coach Hasanefendic immer wieder praktizierten Deckungsumstellungen und Offensivvarianten in der Abwehr haben schon manchem Team große Sorgen bereitet.

Wie sehr auch der Altmeister um seine Situation weiß und gegen den drohenden Abstieg auch seine Stärken immer wieder einbringt, zeigte das Unentschieden am vergangenen Spieltag gegen den TSV Hannover-Burgdorf „Die haben das Spiel gegen Ende noch gedreht und den Punkt geholt. Auch heute Abend werden die alle kämpfen bis zum Umfallen“, erwartet Chalepo einen sehr bissigen Gegner.

Fünfmal in Folge blieben die Oberbergischen zuletzt sieglos, der letzte doppelte Punktgewinn datiert vom 19. November ausgerechnet im Spiel gegen das Team des küntigen Trainers Jan Gorr, den TV Hüttenberg. Für die Gäste ist diese Partie immens wichtig, spielen sie am letzten Spieltag des Jahres noch gegen Kiel und ein Punktgewinn dort käme einem Wunder gleich.

Wetzlar ist also gewarnt und gewohnt akribisch hat Chalepo seine Akteure vorbereitet „Wir müssen hellwach sein und uns gut auf die einzelnen Spieler beim Gegner einstellen. Besonders die rechte Seite ist immer wieder brandgefährlich, wobei man auch Mahe nicht vergessen darf, der als junger Kerl zuletzt immer sehr starke Leistungen abgerufen hat“, sagt Chalepo, der kein böses Wort über den Hamburger „Unglücksschützen“ Harmandic verliert. „So ist das im Sport, in Hildesheim macht Steffen für uns ein sensationelles Tor zum Schluss und wir holen beide Punkte, in Hambrug geht es anders herum“. Zwar seien alle recht frustriert gewesen, so kurz vor der Ziellinie doch mit leeren Händen da zu stehen, doch in Hamburg überhaupt eine solche Leistung zu liefern, das „muss man sich dann immer wieder ins Gedächtnis rufen“.

Personell sieht es auf Seiten der Wetzlarer nicht ganz so gut aus. Chalkidis ist zwar wieder mit von der Partie, aber immer noch leicht angeschlagen, Alois Mraz fehlt ohnehin und zu allem Übel hat sich auch noch Kevin Schmidt mit grippalen Beschwerden krank gemeldet.

(ebi)