Nächster Schock! Ärzte erteilen Wetzlars Spielmacher Philipp Pöter Leistungssportverbot

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DKB Handball-Bundesliga

Nach Untersuchungen an Universitätsklinikum Gießen wurden bei 30-jährigem Neuzugang gesundheitliche Probleme festgestellt – Mittelhessen verpflichten Schweden Emil Berggren

 

Drei Tage vor dem Saisonstart gegen die Füchse Berlin müssen die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar einen weiteren personellen Rückschlag verkraften. Spielmacher Philipp Pöter wird den Mittelhessen auf unbestimmte Zeit fehlen. Grund dafür sind Probleme, die bei Untersuchungen im Universitätsklinikum Gießen diagnostiziert wurden und dem 30-jährigen Sommer-Neuzugang bis auf weiteres das Ausüben von Leistungssport unmöglich machen.

"Es ist nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass uns auch Philipp über einen sehr langen Zeitraum fehlen wird", so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Das ist natürlich extrem bitter für ihn und uns, zumal wir mit Maximilian Holst erst am vergangenen Wochenende einen weiteren wichtigen Spieler verloren haben“. Holst hatte sich beim Pokalspiel in Coburg einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und fällt für mehrere Monate aus.

"Auch Philipp wird natürlich eine große Lücke hinterlassen, denn er hatte sich in der Kürze der Zeit bereits zum Führungsspieler bei uns entwickelt. Er wird von Mannschaft und Verein jedwede Unterstützung erhalten, die er braucht", so Seipp.

Die Mittelhessen sind nunmehr gezwungen noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden und neben einem Linksaußen auch einen Rückraumspieler zu verpflichten. In zweitgenanntem Fall können die Grün-Weißen bereits Vollzug melden. Der Schwede Emil Berggren hat sich der HSG Wetzlar angeschlossen und einen Einjahresvertrag plus Option für eine weitere Saison unterzeichnet.

Der 30-jährige hatte in den vergangenen beiden Spielzeiten für den dänischen Champions League-Teilnehmer Aalborg Handball gespielt, war danach vertragslos und wird nunmehr gemeinsam mit Stefan Kneer die Position im linken Rückraum besetzen, während Neuzugang Philipp Weber in die Mitte rückt. „Wir sind froh, dass wir mit Emil kurzfristig ein Spieler mit Bundesligaerfahrung verpflichten konnten, denn er hat vor seinem Engagement in Aalborg zwei Jahre beim Bergischen HC gespielt“, so Björn Seipp. „Emil kennt daher die Liga und spricht sehr gut deutsch. Das macht die Eingewöhnung deutlich leichter. Die Spielgenehmigung für ihn ist bereits beantragt, ob wir diese jedoch bis Freitag erhalten und er gegen Berlin spielen kann, müssen wir sehen.“

Berggren, der in Schweden drei Mal Landesmeister und im Jahr 2007 mit den Skandinaviern Junioren-Weltmeister wurde, wird in Zukunft mit der Rückennummer 29 für die HSG Wetzlar auflaufen. Der Rechtshänder hatte in der Vorbereitung bei seinem Ex-Verein IK Sävehof mittrainiert. „Emil ist ein abwehrstarker Spieler, der über enorme Shooter-Qualitäten verfügt. Er wird allerdings etwas brauchen, um körperlich und taktisch Anschluss an den Rest der Mannschaft zu finden. Deshalb darf man zum aktuellen Zeitpunkt keine Wunderdinge von ihm erwarten, aber wir sind uns sicher, dass er uns helfen wird, den Ausfall von Philipp Pöter zu kompensieren. Nichts desto trotz trifft es uns derzeit knüppelhart! Das wissen auch unsere Fans, die immer ein gutes Gespür für unsere jeweilige Situation haben. Am Freitag müssen wir jetzt alle noch enger zusammenrücken, um diese Herkulesaufgabe gemeinsam – auf dem Spielfeld und der Tribüne zu bewältigen – auch für Max und Philipp!“