Neuer Partner: UKGM kooperiert mit der HSG Wetzlar!

DKB Handball-Bundesliga

Weber, Fäth und Co. beim ersten Herz-Check in der Gießener Kardiologie.

Kardiologen der Universitätsklinik Gießen und Marburg (UKGM) werden künftig die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar medizinisch begleiten. Heute unterzogen sich die Spieler im neuen Klinikum am Standort Gießen einem ersten ausführlichen Herz-Check.

Auch bei jungen Hochleistungssportlern  kommt es immer wieder vor, dass eine nicht erkannte Herzerkrankung vorliegt, die im schlimmsten Fall zu einem Infarkt führen kann. Meist handelt es sich um angeborene Erkrankungen, die oft nicht erkannt wurden. Auch kann das Herz von einem Virus befallen und der Herzmuskel entzündet sein. Das wird neben anderen Symptomen oft nicht bemerkt, kann aber zu schweren Herzrhythmusstörungen, wie zum Beispiel Kammerflimmern und damit zum Tod führen. So wie beim italienischen Fußballer Piermario Morosini. Ärzte hatten bei der Obduktion des 25-Jährigen eine Verletzung des Herzmuskels gefunden, die wahrscheinlich von einer Entzündung stammte.

Deshalb sind ausführliche Herzkreislaufuntersuchungen für Spieler der Nationalmannschaft bereits Pflicht. HSG-Mannschaftsarzt Marco Kettrukat(Bild rechts): „Ich finde die ausführlichen Untersuchungen extrem wichtig, weil Herzerkrankungen  in der Sportmedizin ein häufig vernachlässigtes Krankheitsbild sind. Ziel sollte sein, alle Bundesligaspieler mindestens einmal im Jahr auf diese Art untersuchen zu lassen.“

Betreut werden die Sportler von der Abteilung für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Klinik I unter der Leitung des renommierten Herzspezialisten Prof. Dr. Christian Hamm (Bild 2.v.r.). Durchgeführt wurden bei den Handballprofis unter anderem eine Herzultraschalluntersuchung sowie ein Belastungs-EKG. Prof. Dr. Holger Nef, geschäftsführender Oberarzt und Leiter des Herzkatheterlabors erläuterte, dass hiermit gefährliche angeborene Herzerkrankungen größtenteils ausgeschlossen werden können. „In unserer neu strukturierten speziellen Ambulanz für kardiologische Betreuung von Leistungssportler finden die Handballprofis optimale Untersuchungsbedingungen", so Prof. Nef (Bild links). „Allerdings ist dieses Angebot nicht nur auf Handball-Bundesligaprofis beschränkt, es können sich in Zukunft auch andere Leistungssportler in der Uniklinik kardiologisch betreuen lassen.“