Neunter Test, neunter Sieg: HSG Wetzlar schlägt Bukarest bei "Saisoneröffnung"!

Philipp Pöter führte gegen Bukarest glänzend Regie (Bild: HSG Wetzlar).

DKB Handball-Bundesliga

Handball-Erstligist schließt Sommervorbereitung ungeschlagen ab - 750 Fans feiern Team in der Sporthalle Dutenhofen - Kohlbacher und Ferraz fehlten!

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat die Sommervorbereitung mit dem neunten Sieg im neunten Testspiel abgeschlossen und kann am kommenden Wochenende voller Selbstvertrauen in die 1. Runde des DHB-Pokals starten. Am Samstagabend schlugen die Grün-Weißen den rumänischen Meister und Champions League-Teilnehmer HC Dinamo Bukarest in der Sporthalle Dutenhofen deutlich mit 33:23 (16:12). Dabei fehlten den Mittelhessen mit Kreisläufer Jannik Kohlbacher (Kapselreizung im Knie) und Rückraumspieler Joao Ferraz (Kieferprellung) zwei Leistungsträger. Dazu fiel Ende der ersten Halbzeit auch Spielmacher Filip Mirkulovski mit einer Knöchelverletzung aus.

Zu Beginn der kampfbetonten Partie, die vor der stolzen Kulisse von 750 Zuschauern stattfand, erwischten die Gäste die besseren Start. Dank einer starken Torhüterleistung und ein paar Abstimmungsproblemen in der Wetzlarer Abwehr führte Bukarest in der 6. Minute mit 6:2. Doch die Gastgeber fanden nunmehr, angetrieben vom starken Spielmacher Philipp Pöter, besser ins Spiel. Routinier Evars Klesniks, der den verletzten Joao Ferraz im Angriff ersetzte, traf aus dem Rückraum krachend zum 8:8-Ausgleich. Danach übernahmen die Grün-Weißen erstmals die Führung. Maximilian Holst erzielte einen seiner insgesamt neun Treffer von links außen. Bis zur Halbzeit zogen die Wetzlarer kontinuierlich auf 16:12 davon.

Nach dem Wechsel legten die Pöter & Co. dann eine weitere Schippe drauf, packten in der Abwehr besser zu und ließen den Ball im Angriff schneller laufen. Dazu glänzte Benjamin Buric im HSG-Tor mit einigen sehenswerten Paraden. Die Rückraum-Achse Vladan Lipovina, Philipp Weber und Stefan Kneer sorgte für einige "einfache" Tore aus dem Rückraum oder setzte die Außen und Kreisläufer Anton Lindskog stark in Szene. Der schwedische Neuzugang war trotz einiger "Fahrkarten" zu Beginn des Spiels am Ende mit sechs Treffern zweitbester Wetzlarer Torschütze. Nach dem Abpfiff leuchtete ein deutlicher 33:23-Heimsieg für die Mittelhessen von der Anzeigetafel. "Das war absolut okay von uns heute. Teilweise auch noch einmal sehr aufschlussreich, da wir ohne Jannik, Joao und in der zweiten Halbzeit Filip sehr viel umstellen und ausprobieren mussten", so HSG-Coach Kai Wandschneider.

Die Wetzlarer Fans fanden den Auftritt ihrer Mannschaft mehr als "okay" und bekundeten ihre Zufriedenheit mit Standingovations zum Spielende. Die Spieler bedankten sich nach dem Schlusspfiff mit einer ausgiebigen Autogrammstunde und nahmen sich zudem viel Zeit für Gespräche und Fotos mit den Zuschauern.

Am kommenden Wochenende starten nunmehr, mit der 1. Runde im DHB-Pokal, die Pflichtspiele für die Mittelhessen. In der HUK Coburg Arena geht es am Samstag um 17.00 Uhr im Mittelhessen-Derby gegen den TV Hüttenberg, dessen Trainer Adalsteinn Eyjolfsson am gestrigen Abend in der Sporthalle Dutenhofen weilte, um Gegnerbeobachtung zu betreiben.

Stenogramm:

HSG Wetzlar: Nikolai Weber (1.-30.), Buric (31.-60.); Kneer (2), Lipovina (4), Björnsen (2), Pöter (2), Mirkulovski, Philipp Weber (4), Holst (9/2), Kraft, Hahn (2), Klesniks (2), Lindskog (6).

Dinamo Bukarest: Irimus, Grogoras (20.-45.); Mironescu (1), Vancea (1), Capota (1), Asoltanei , Campas (1), Savenco, Ragot (3/2), Sandru (5), Mocanu (3), Bera (1/1), Vrancovic (5), Moushavi, Criciotoiu (2).

Schiedsrichter: Hurst/Krag (Nieder-Eschbach). - Zuschauer: 750. - Zeitstrafen: Wetzlar vier (Kneer, Pöter, Klesniks, Lindskog) - Bukarest drei (Sandra zwei, Capote).