Noch einmal wie in Hamburg

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Trainer Chalepo hofft beim SC Magdeburg auf einen erfolgreichen Jahresabschluss

Gestern Abend um 17.30 Uhr war es vorbei mit der Besinnlichkeit. Gennadij Chalepo, Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, hatte seine Spieler zu dieser Zeit in die Sporthalle Dutenhofen bestellt, um sie auf die heutige Auswärtspartie (20.15 Uhr/Getec-Arena) beim SC Magdeburg einzustimmen.

 

MFür allzu viel Harmonie und Nächstenliebe war dabei kein Platz mehr. »Wenn wir in der Deckung so aggressiv auftreten wie zuletzt und wieder die Einstellung zeigen wie in Hamburg, dann können wir auch beim SCM etwas Zählbares einfahren«, sagt Chalepo, der weiterhin auf Allrounder Alois Mraz (Fingerbruch) verzichten muss. Dagegen sollten Kreisläufer Giorgos Chalkidis (Oberschenkelzerrung) und Linksaußen Kevin Schmidt (Erkältung) nach ihrer Pause gegen Gummersbach nun wieder mit von der Partie sein können.

MDer SC Magdeburg steht mit 20:14 Punkten auf Rang sechs und kämpft um den Anschluss an die Europapokalplätze. »Allein deshalb werden sie gegen uns noch einmal alles in die Waagschale werfen«, sagt Chalepo. Seine Mannschaft solle nicht denken, dass man sich beim SCM gedanklich schon in die EM-Pause verabschiedet hat.

Mit Fabian van Olphen (Kreuzbandriss) und Jure Natek (Leistenoperation) werden der Mannschaft von Trainer Frank Carstens zwei wichtige Rückraumspieler fehlen. Hinter dem Einsatz von »Kanonier« Ales Pajovic steht zudem ein Fragezeichen. Alle drei Spieler fehlten zuletzt beim klaren 23:32 beim HSV Hamburg. »Die erste Halbzeit in Hamburg war ok, aber nach der Pause dürfen wir nicht so wegbrechen. Positiv im Hinblick auf das Wetzlar-Spiel war unsere Positionsabwehr. Aus dem stehenden Spiel haben wir es Hamburg sehr schwierig gemacht. Das Zusammenspiel im Block mit Bartosz Jurecki hat sehr gut funktioniert. Jetzt wäre es noch klasse, wenn Pajovic zurückkommt. Aber auch so verfügen wir über das Potenzial, Wetzlar zu schlagen«, sagt Carstens. »Mit ihm haben wir mehr Möglichkeiten in der Abwehr und mehr Dampf aus dem Rückraum. Über Einsatz und Kampf werden wir gegen Wetzlar aber noch einmal alles bieten, was im Akku ist«, so Carstens, der auf viele Zuschauer hofft. Sein Abwehrchef Kjell Landsberg sagt vor der Partie: »Den Sieg gegen Wetzlar brauchen wir noch. Dann können wir einen Strich unter die Hinrunde machen und sagen: Es war in Ordnung!«

MChalepo rechnet mit dem Einsatz von Pajovic und warnt seine Truppe: »Der kann werfen.« Aber auch die anderen Akteure beim SCM strahlen Torgefahr aus. Allen voran die beiden konterstarken Außen Yves Grafenhorst (links) und Robert Weber (rechts). Spielmacher Stian Tönnesen verfügt über ein tolles Auge an den Kreis, wo Bartosz Jurecki seine Anspiele verwertet. Nach den genannten Ausfällen sind außerdem Andreas Rojewski (rechts), Bennet Wiegert (links) und Damir Doborac (Mitte) gefordert. Im Tor stehen in Björgvin Gustavsson und Gerrit Eijlers zwei Keeper, die die gegnerischen Schützen zum Verzweifeln bringen können.

MAber: »Wir haben die Qualität, den SCM zu besiegen«, sagt Chalepo, dass ist der HSG Wetzlar bei ihren bisherigen Auftritten in Sachsen-Anhalt aber noch nie gelungen.

(mac)