Öffentliches Training unter "tropischen Verhältnissen"

DKB Handball-Bundesliga

Rund 300 Zuschauer bei "inoffiziellen" Auftakt - Neuzugänge bei Autogrammjägern heiß begehrt

Unter nahezu tropischen Bedingungen absolvierten die Erstligaprofis der HSG Wetzlar am Donnerstagabend in der Sporthalle Dutenhofen ihr traditionelles  "öffentliches Training". Trotz der hohen Temperaturen fanden zahlreiche grün-weiße Fans den Weg in die ehemalige Spielstätte der Domstädter, die HSG-Geschäftsführer Björn Seipp in seinen eröffnenden Worten zur „größten Sauna Mittelhessens“ ernannte. Trotz kleinere technischer Fehler, die hauptsächlich dem schweißtriefenden Ball und letztlich auch rutschigen Untergrund geschuldet waren, sahen die rund 300 Zuschauer attraktiven Tempo-Handball. Nach Trainingsende waren vor allem die sieben Neuzugänge „heiß“ begehrt bei den Autogrammjägern und Hobbyfotografen unter den Fans.

Beim Warmlaufen der Spieler nutzen Björn Seipp und HSG-Übungsleiter Kai Wandschneider die Zeit, um einleitende Worte zum Publikum zu richten und die Neuverpflichtungen (Kent Robin Tönnesen, Kristian Bliznac, Magnus Dahl, Andreas Wolff, Dennis Krause, Florian Laudt und Sebastian Weber) einzeln vorzustellen. Nach dem die Muskulatur und die Wurfarme der Profis auf Betriebstemperatur gebracht waren, was bei der vorherrschenden Hitze nicht besonders schwer viel, ging es ans "Eingemachte". Wandschneider schonte seine Schützlinge nicht und in den nachfolgenden Übungen ließ er die erste und zweite Welle einstudieren, was eine hohe Laufbereitschaft als Grundlage mit sich bringt. Zum wichtigen Protagonisten des Trainings entpuppte sich Betreuer Stefan „Migge“ Rühl, der im Laufe der 90 Minuten immer häufiger den nassen Boden trocken wischen musste.

„Es war sehr, sehr heiß heute in der Halle aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht, bei dieser tollen Atmosphäre zu trainieren“, verriet Kent Robin Tönnesen, für den dieses öffentliche Training eine vollkommen neue Erfahrung darstellte. „Für mich war es eine ungewohnte Situation aber es war schön bei den Fans vorspielen zu dürfen“, so der 22-jährige Norweger. Auch „Youngster“ Moritz Zörb war so eine Einheit nicht gewohnt, gab sich aber für sein junges Alter professionell abgeklärt: „Bei solch einer tollen Stimmung in der Halle macht es besonders viel Spaß zu trainieren und an das Schreiben von Autogrammen gewöhne ich mich auch langsam.“ Diese wurden nach Abpfiff des Abschlussspiels dann auch zahlreich von den HSG-Spielern auf Handbälle, Fan-Shirts oder Blöcke geschrieben. Im Fokus der begeisterten Anhänger standen vor allem die neuen Gesichter der HSG Wetzlar, die sich für jedes Foto, jede Widmung und jeden kleinen Plausch reichlich Zeit nahmen, bis es unter die wohlverdiente Dusche ging.

Am Wochenende steht mit dem f.a.n-Cup auch schon der nächste öffentliche Auftritt der HSG Wetzlar an, wenn es in der Maingauhalle in Kleinostheim bei Aschaffenburg am Samstag um 20.00 Uhr gegen den Zweitligisten TV Großwallstadt geht. Ebenfalls mit von der Partie sind der Bundesligist MT Melsungen und Zweitliga-Nachbar TV Hüttenberg, die im zweiten Halbfinale aufeinander treffen.