Personelle Veränderungen im „Team ums Team“ der HSG Wetzlar!

Bilder: mediashots

DKB Handball-Bundesliga

Neben Athletiktrainer Thorsten Ribbecke scheidet auch Physiotherapeutin Katharina Dietsch aus beruflichen Gründen aus

Neben dem Abgang von acht Spielern steht beim Handball-Erstligisten HSG Wetzlar zum Saisonende auch eine Veränderung im „Team ums Team“ an. Aus beruflichen Gründen scheiden sowohl Athletiktrainer Thorsten Ribbecke als auch die langjährige Physiotherapeutin Katharina Dietsch aus und werden nach dem letzten Heimspiel am Sonntag gegen den SC DHfK Leipzig verabschiedet.

„Es ist nie schön, wenn eine solch lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit endet, aber die Gründe sind in beiden Fällen absolut nachvollziehbar, da sie der beruflichen Weiterentwicklung von Kathi und Thorsten dienen“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der sich überaus herzlich für die Zusammenarbeit mit beiden bedankt.

Thorsten Ribbecke betreute die Grün-Weißen drei Spielzeiten als Athletiktrainer. Der 42-jährige Familienvater folgte damals der Ruf von Trainer Kai Wandschneider, mit dem er bereits beim TSV Bayer Dormagen zusammen gearbeitet hatte. Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat der Diplom-Sportwissenschaftler eine Vollzeitstelle an der Trainerakademie Köln des DOSB angenommen, was eine weitere Zusammenarbeit ausschließt. „Drei spannende und erfolgreiche Jahre bei der HSG Wetzlar sind viel zu schnell vorbeigezogen. Leider lässt mein Beruf eine vierte Saison nicht zu. Ich kann mich nur bei allen Spielern, Kai und Jasmin Camdzic, dem Team ums Team herum und den Verantwortlichen nur bedanken. Es war eine tolle Zeit", schaut Ribbecke zufrieden zurück. „Spieler wie Ivano Balic, Tobias Reichmann, Michael Müller, Evars Klesniks und viele mehr hinterlassen nicht nur beim Publikum schöne Erinnerungen. Ich bin sehr froh, dass ich bei der HSG die Möglichkeit hatte mit diesen Persönlichkeiten ein gemeinsames Ziel zu verfolgen."

Ribbeckes Nachfolger als Athletiktrainer der Grün-Weißen steht nicht nur bereits fest, er hat die Mannschaft auch in den vergangenen Wochen bereits umfassend betreut. Der 36-jährige Jonas Rath (Master of Science "Sportphysiologie und Sporttherapie") ist aktuell im Hauptberuf Sportwissenschaftlicher Leiter des Rehazentrums R2comSport in Neu-Isenburg bei Frankfurt. „Ich bin total glücklich, dass Jonas Rath meine Nachfolge antritt. Jonas hat gerade seine Ausbildung zum Athletiktrainer des DOSB beendet und kann schon auf eine lange Erfahrung in der Arbeit mit Profisportlern zurückgreifen. Er ist der ideale Mann für die HSG Wetzlar", lobt Ribbecke seinen Nachfolger in höchsten Tönen. Rath ist bei der HSG Wetzlar kein Unbekannter. Trainierte der gebürtige Marburger doch einige Jahre die Nachwuchstalente des Clubs sowie des DHB im Wetzlarer Nachwuchsstützpunkt. „Ich freue mich riesig über das mir von Thorsten Ribbecke und der HSG Wetzlar entgegengebrachte Vertrauen. Auch die Mannschaft hat mich super aufgenommen und nach den ersten Trainingseinheiten freue ich mich nun sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit“, so Rath, der in Neu-Isenburg zuletzt auch als Athletik- und Rehatrainer erfolgreich mit Eintracht-Torjäger Alexander Meier gearbeitet hatte.

Ebenfalls schwer fällt den Grün-Weißen der Abschied von Katharina Dietsch, die seit nunmehr knapp drei Jahren eine eigene Physiotherapie-Praxis in Wetzlar betreibt und diese in naher Zukunft im Angebot noch etwas erweitern möchte. „Das Engagement von Kathi bei der HSG Wetzlar hat doch sehr viel Zeit in Anspruch genommen, die sie nunmehr in ihre Praxis investieren möchte, um den nächsten Schritt zu machen“, erklärt Geschäftsführer Björn Seipp das Ende der Zusammenarbeit. „Kathi war in ihrer Zeit hier mehr als eine Physiotherapeutin. Sie nicht nur ihren Job gemacht, sondern war auch in anderen Belangen immer für den Verein und die Spieler da, wenn sie gebraucht wurde. Das ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit und macht den Abschied doppelt schwer.“

Ihre ersten „Schritte“ bei der HSG Wetzlar absolvierte die 29-jährige vor mittlerweile acht Jahren, damals noch in der Ausbildung als Praktikantin. Ehe sie dann im Jahr 2011 das Team als Physiotherapeutin übernahm. „Die Zeit bei der HSG Wetzlar wird für mich unvergessen bleiben. Ich bin sehr stolz, dass ich so lange ein Teil des Vereins und der Mannschaft gewesen bin“, so die sympathische Wetzlarerin. „Es war für mich immer ein Traum, eine Bundesliga-Mannschaft physiotherapeutisch betreuen zu dürfen, und die HSG Wetzlar hat mir diesen Traum ermöglicht. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft wird mir schon fehlen und ich werde auch alle bestimmt sehr vermissen. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft alles Gute für die Zukunft!“ Wie die Nachfolge von Katharina Dietsch geregelt ist, wird die HSG Wetzlar in den kommenden Wochen bekannt geben.