Private Gründe! Philipp Weber verlässt HSG Wetzlar zum Saisonende

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DKB Handball-Bundesliga

Nationalspieler bittet Mittelhessen um vorzeitige Vertragsauflösung – 24-jährige wechselt im Sommer zurück zum SC DHfK Leipzig

Personeller Rückschlag für den Handball-Erstligisten HSG Wetzlar. Nationalspieler Philipp Weber hat die Vereinsverantwortlichen überraschend um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages zum 30.06.2017 gebeten. Der 24-jährige nannte dafür wichtige private Gründe.

„Bei einem Treffen mit dem Spieler und dessen Berater sollte es eigentlich darum gehen, Rahmenbedingungen für eine mögliche Vertragsverlängerung Philipps über den 30.06.2018 hinaus zu besprechen. Dabei erhielten wir von Philipp die für uns völlig überraschende, eindringliche Bitte, den Vertrag schon im Sommer aufzulösen. Das war zunächst einmal ein riesen Schock für uns alle“, beschreibt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp die Geschehnisse. „Nach Rücksprache mit den Trainern und intensiver Abwägung haben wir Philipps Bitte jedoch nunmehr zähneknirschend entsprochen, denn es bringt letztlich nichts, einen Spieler gegen dessen Willen und Überzeugung bei einem Club zu halten. Dass wir mit dieser überraschenden Entwicklung jedoch alles andere als glücklich sind, braucht, denke ich, keiner weiteren Erklärung!“

"Dieser Schritt ist mir keinesfalls leicht gefallen und ich bin den Verantwortlichen der HSG Wetzlar sehr dankbar, dass sie auf meine persönlichen und familiären Beweggründe eingegangen sind und letztlich Verständnis gezeigt haben. Ich kann allen Verantwortlichen, Mitspielern und Fans versichern, dass ich bis zur letzten Sekunde alles für die HSG Wetzlar geben werde. Das bin ich dem Verein schuldig“, erklärt Philipp Weber.

Weber wird daher in der kommenden Saison zurück zum Ligakonkurrenten SC DHfK Leipzig wechseln. „Wir haben mit den Leipziger Verantwortlichen dieser Tage eine einvernehmliche Lösung gefunden“, erklärt Björn Seipp. Über die entsprechenden Modalitäten haben beide Parteien allerdings Stillschweigen vereinbart.

„Wir sind nunmehr gezwungen uns noch einmal für die halblinken Rückraumposition auf dem internationalen Transfermarkt umzuschauen, um einen sportlich adäquaten Ersatz für Philipp zu finden“, so der Geschäftsführer.