Punkt in Melsungen sollte der HSG Auftrieb geben

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Wetzlar empfängt am Sonntag TVB Lemgo Einsatz von Chalikidis und Müller fraglich

Ganz eng ist es am Tabellenende der Handball-Bundesliga derzeit. Und so steht die HSG Wetzlar am Sonntag einmal mehr unter Druck, wenn die Grün-Weißen zum Gastspiel in der Rittal-Arena den TBV Lemgo (6. Platz/14:10 Punkte) empfangen. Während die Ostwestfalen am vergangenen Wochenende pausierten, holten sich die Mannen von Gennadij Chalepo einen ganz wichtigen Punkt im Hessenderby bei der MT Melsungen.

 

Wie wichtig nicht nur dieser eine Zähler, sondern auch mögliche Punkte in der Partie gegen Lemgo sind, das zeigt der Blick aufs Klassement. Durch den Sieg der Bergischen Löwen im Derby gegen Altmeister Gummersbach haben die Lahnstädter gerade einmal einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Da scheint der erkennbare Aufwärtstrend, den die Mraz, Müller und Co. in Nordhessen zeigten, ebenso recht zu kommen wie der Gegner. Gegen den TBV nämlich holten sich die Wetzlarer zuletzt drei von vier möglichen Heimpunkten und wollen auch am Sonntag als Sieger das Parkett verlassen. „Ich erwarte die gleiche Einstellung wie in Kassel von meiner Mannschaft. Dieser Punkt dort war sehr wichtig und sollte uns großen Auftrieb gegeben haben“, will Chalepo alles daransetzen, die gute Serie gegen Lemgo zu Hause auszubauen.

Doch ausgerechnet dieser TBV, der in den vergangenen Jahren mehr schlecht als recht von sich reden machte (Entlassung von Markus Baur vor dem Start der Runde, Entlassung von Daniel Stephan, Etatkürzungen, Verkauf der Stars wie Kaufmann, Kubes, Ilyes, Kraus, Glandorf oder Galia oder die zweite Trennung vom Wetzlarer Ex-Coach Mudrow), hat nach all den Schwierigkeiten in dieser Spielzeit mehrfach gezeigt, dass er Qualität besitzt. „Bis auf Patrail ist die erste Sieben nahezu gleich wie in der vergangenen Saison. Mit Lichtlein und Strobel haben sie zwei erfahrene Nationalspieler, und auch Rolf Hermann hat bei seinem Comeback mit sechs Treffern seine Klasse bewiesen“, ist der HSG-Coach nur wenig vom guten Start des Gegners überrascht.

Die teilweise schwankenden Leistungen und Ergebnisse des TBV indes macht er an vielen Punkten fest. Zum einen sei die Qualität der Mannschaft sehr gut fürs Mittelfeld der Liga, andererseits „ist Lemgo sehr ausgeglichen geworden. Es gibt keinen Superstar mehr und alle sind als Team deutlich besser zusammengewachsen“, hat Chalepo beim Gegner eine Variabilität ausgemacht, die es jedem Gegner schwer macht. Aber auch wenn es gilt, die einzelnen Akteure und taktischen Auslösehandlungen beim Gegner in den Griff zu bekommen: „Wir müssen sehen, dass wir unser Spiel machen und Lemgo damit unter Druck setzen.“ Ein gefährliches Mittel der Gäste ist das schnelle Spiel. „Es wird wichtig sein, ihnen wenige Möglichkeiten hierzu zu geben“, weiß der gebürtige Weißrusse, dass es auch darauf ankommen wird, den variablen Rückraum des TBV in den Griff zu bekommen sowie mit guten Deckungsaktionen eigene Konterchancen zu entwickeln. In dieser Hinsicht hatte die HSG in Melsungen bereits eine deutliche Steigerung gezeigt.

Mit Chalkidis (krank) und Müller (Stauchung am Knöchel) sind allerdings zwei wichtige Eckpfeiler im taktischen Planspiel des akribischen Arbeiters Chalepo noch fraglich.

(ebi)