Rechtsaußen Guillaume Joli im Interview mit der HBL!

DKB Handball-Bundesliga

Französischer Nationalspieler stellt sich den Fragen des Pressedienstes - "Deutsche Bundesliga ganz klar die beste Liga der Welt!"

Der französische Neuzugang stellt sich im Interview Fragen nach den Unterschieden der DKB-Handballbundesliga und anderen europäischen Ligen, dessen ersten Monate in der neuen Heimat und vielen mehr!

Was hat Sie persönlich zum Wechsel in die DKB Handball-Bundesliga bewegt?

„Es war schon immer ein Traum von mir in Deutschland, in der stärksten Liga der Welt zu spielen. Es ist eine große Herausforderung in der DKB Handball-Bundesliga sportlich seinen Mann zu stehen, denn es gibt keine einfachen Spiele und man muss immer alles geben, um erfolgreich zu sein. Ich bin froh, dass mir Wetzlar die Chance gegeben hat, ein Teil des Teams und somit der Liga zu sein.“

Wie haben Sie sich nach den ersten Monaten im Land und in der Mannschaft eingelebt?

„Richtig gut! Es gefällt mir richtig gut in Wetzlar und auch meine Frau und unsere Tochter fühlen uns super wohl. Der Club und die Mannschaft haben sich von Anfang an super um uns gekümmert und bemüht. Wir leben in einem Vorort von Wetzlar, ruhig und direkt am Wasser. Jetzt sind wir kräftig daran Deutsch zu lernen, was schwer ist, aber Spaß macht!“

Sie waren allesamt lange in der französischen Ligue Nationale aktiv, haben teilweise auch schon Erfahrungen in der spanischen ASOBAL gesammelt. Was unterscheidet die DKB Handball-Bundesliga von der französischen und/oder spanischen Eliteliga?

„Eigentlich ist es noch zu früh darüber etwas zu sagen! Das Niveau ist deutlich höher als in Frankreich und es macht riesigen Spaß, da die Hallen in Deutschland immer voll sind. Das unterscheidet die HBL von den Ligen in Frankreich und Spanien. Überall herrscht eine tolle Stimmung! Bei uns in Wetzlar herrscht eine beeindruckende Atmosphäre, da kriegt man Gänsehaut, wenn man in die Halle läuft!“ 

Welche der drei genannten Ligen schätzen Sie am stärksten ein?

„Die HBL ist ganz klar die beste Liga, das weiß aber jeder! Jedes Spiel ist ein harter Fight und man kann gegen jede Mannschaft verlieren, aber auch gewinnen. Das macht die Liga im Vergleich zu den anderen Ligen so attraktiv – für Zuschauer und Spieler!“

In der vorigen Saison war mit Kentin Mahé gerade einmal ein Franzose in der stärksten Liga der Welt aktiv, mit Ihnen sind es 4. Welchen Grund sehen Sie, dass die Anzahl französischer Profis in der DKB HBL doch so überschaubar ist?

„Weil sich die französische Liga und die Clubs gut entwickeln. Viele gestandene Spieler, die zum Teil lange im Ausland aktiv waren, kehren nach Frankreich zurück. Junge Talente holen sich dort ihre ersten Erfahrungen im Profigeschäft. Für uns Franzosen ist es eine Ehre in der Ligue Nationale zu spielen. Ich freue mich aber, dass ich nach Wetzlar gewechselt bin und ich glaube, dass noch einige Spieler den Weg in die HBL nehmen werden, um sich mit den Topstars und –clubs unseres Sports zu messen.

Sie alle gehören zum (erweiterten) Kreis der französischen Nationalmannschaft, die in den letzten Jahren von Erfolg zu Erfolg geeilt ist. Die DHB-Auswahl hinkt in dieser Hinsicht etwas hinterher. Welches Geheimnis sehen Sie hinter dem Erfolg der Equipe Tricolore? Was kann der DHB vom französischen Verband lernen?

„Es ist ein Geheimnis und Geheimnisse werden nicht verraten (lacht). Nein mal im ernst. Wir haben einfach eine starke Generation, die auf uns abseits des Spielfeldes harmoniert. Die Atmosphäre in der Mannschaft ist top. Auch haben wir ein gutes System, um neue, jüngere Spieler zu integrieren, was dabei helfen soll, auch nach dem Ausscheiden verdienter Spieler weiter erfolgreich zu sein. Das ist aber allen voran harte Arbeit und bei der sind wir im Nationalteam alle mit Spaß dabei!“

Zum Abschluss eine Frage abseits des Sports: Frankreich gilt als Land des „Laissez faire“. Haben sich in Ihrer Zeit in Deutschland bisher gewisse Vorurteile gegenüber den Deutschen bestätigt? Was schätzen Sie an Ihrer neuen Heimat, was vermissen Sie? Und haben Sie ein deutsches Lieblingswort?

„Ich kenne das Vorurteil: Deutsche trinken viel Bier und essen nur Wurst! (lacht) Alles Quatsch. Auch die Deutschen wissen ihr Leben zu leben. Ich habe hier in Wetzlar schon sehr viele nette Menschen kennengelernt, die aufgeschlossen und freundlich sind. Wie gesagt, ich fühle mich mit meiner Familie hier sehr wohl – auch weil wir toll aufgenommen wurden. Natürlich vermisse ich meine Familie und Freunde in Frankreich, aber so ist es nun mal, wenn man den Schritt ins Ausland macht. Ich freue mich auf meine Zeit hier in Wetzlar. Ein Lieblingswort habe ich noch nicht!“