Redebedarf bei HSG Wetzlar

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar verliert deutlich mit 16:31 gegen Großwallstadt

In der A-Jugend-Bundesliga erlebte die HSG Wetzlar ein Debakel beim Tabellenführer TV Großwallstadt und verlor mit 19:31. Ein 30-minütiges „Black-Out“ in der ersten Hälfte führt zu der überraschend hohen Niederlage. Besser machte es der Lokalrivale TV Hüttenberg, der beim Schlusslicht TuS Ferndorf einen 36:31-Erfolg einfuhr.

TV Großwallstadt Junioren Akademie – HSG Wetzlar 31:16 (16:3): „Das gegnerische Team hatte einen überragende Torhüter mit Andreas Wieser, der viele schwere Bälle hielt. Daraufhin hat die Qualität unserer Würfe abgenommen, sodass es zu einem solch katastrophalen Halbzeitstand kam“, fasste HSG-Trainer Arno Jung den ersten Durchgang zusammen und ergänzte: „Unsere 6:0-Deckung ist in der ersten Halbzeit fast eingeschlafen.“ 16 Gegentore seien noch erträglich in einer Halbzeit, jedoch stellten drei Treffer der Offensive ein Armutszeugnis aus. Nach deutlichen Worten in der Kabine wurde der zweite Durchgang etwas offener gestaltet. Neben der Umstellung auf eine 4:2-Abwehr bewiesen die Domstädter Moral und ließen sich nicht komplett demontieren. Trotz allem offenbarte der Angriff der Gäste weiter Schwächen, sodass der gelernte Kreisläufer Moritz Zörb sich kurzerhand in den Rückraum stellte und sogar drei Treffer von der ungewohnten Position markierte.

Die schon feststehende Niederlage konnte jedoch auch ein aus dem Rückraum treffender Zörb nicht verhindern. „Die erste Halbzeit war einfach unterirdisch. Insgesamt haben wir 31 Gegentreffer erhalten, was vollkommen in Ordnung geht gegen Großwallstadt, die einen Schnitt von 34 Treffern pro Partie aufweisen können. Trotz allem haben wir sehr deutlich verloren, sodass es in der kommenden Woche Rede- und Handlungsbedarf gibt“, ließ HSG-Übungsleiter Jung verlauten.

Großwallstadt: Wieser, Jörg; Rother (2), Gruszka (2), J. Schneider, L. Schneider (1), Bauer (4), Jost (4), Lebherz (3), Metzner (6), Delfs (3), Gempp, Schopper (6/2).

Wetzlar: Löcher, Hanemann; Lichert (1), Chalepo (1), Kaiser, Marc Weber, Zörb (7), T. Weber, Gohly (1), Markovic, Collmann (1), Lauber (2/2), Müller (3), Ehrig.

Schiedsrichter: Stadtmüller/Marchewitz (Seligenstadt/Darmstadt) – Zeitstrafen: 4:8 Minuten –Zuschauer: 73 – Rote Karte: Chalepo (36.).

Quelle: Gießener Anzeiger 14.10.13