Regeländerungen der HBL für die neue Saison im Überblick

DKB Handball-Bundesliga

Ab sofort drei Auszeiten in der 1. und 2. Bundesliga

Der Ligaverband der Handball-Bundesliga hat dieser Tage zwei wesentliche Änderungen am Reglement vorgenommen. Diese treten ab der kommenden Saison in Kraft. Neben der Einführung einer dritten Auszeit pro Team hat der Verband auch die oft als »Maulkorberlass« bezeichnete Regelung angepasst. Den Ergebnissen der Tagung zufolge soll auch die Halbzeitpause auf 15 Minuten ausgedehnt werden.

Der Passus, der über Auszeiten bestimmt, hat an Komplexität zugenommen. Getestet wurde die Regel bereits bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2011 in Griechenland. Künftig hat ein Team die Möglichkeit, drei- statt zweimal die grüne Karte auf den Sekretärstisch zu legen, allerdings ist dies an zusätzliche Bedingungen gekoppelt: So dürfen die Auszeiten nicht alle innerhalb einer Halbzeit genommen werden. In den letzten fünf Minuten der Begegnung darf jedes Team zudem nur noch eine Auszeit einfordern. Außerdem muss zwischen zwei Team-Time-outs derselben Mannschaft das gegnerische Team mindestens einmal in Ballbesitz gewesen sein. Um den Ablauf übersichtlich zu gestalten, wird ein Team über drei grüne nummerierte Karten verfügen.

Diese Regelungen gelten – mit Ausnahme der Verlängerung der Halbzeitpause – nicht für die 3. Liga, wohl aber für die Bundesliga (mit der HSG Wetzlar) und die zweite Liga (mit dem TV Hüttenberg).

Der »Maulkorberlass« wurde dahingehend geändert, dass sachliche Kritik ab sofort wieder erlaubt ist, allein das Unterstellen von vorsätzlicher Benachteiligung oder Betrug durch den Schiedsrichter bleibt strafbar. Bisher hatte diese Vorgabe den Vereinen untersagt, sich 48 Stunden nach dem Spiel in jeglicher Form über Schiedsrichter, Zeitnehmer und Sekretäre zu äußern.

Eine Änderung gibt es unterdessen auch in Sachen Auf- und Abstieg. Erhält ein Verein keine Lizenz für die erste Liga, so verringert sich die Anzahl der Absteiger in die zweite Liga entsprechend. In jedem Fall bleibt es bei insgesamt drei Absteigern aus dem Handball-Oberhaus.

 

QUELLE: Gießener Allgemeine Zeitung