"Rennen und brennen" gegen Champions League-Sieger

HSG Wetzlar empfängt am Sonntag um 15.00 Uhr die SG Flensburg-Handewitt in der Rittal Arena – Wandschneider: „Flensburg ist eine Maschine!“

Zum vorletzten Mal in diesem nunmehr beinahe abgelaufenen Jahr 2014 fliegt am Sonntag der Ball durch die Rittal Arena. Dann hat die HSG Wetzlar das europäische Spitzenteam der SG Flensburg-Handewitt um den ehemaligen HSG´ler Lars Kaufmann zu Gast, Anwurf der Partie ist um 15.00 Uhr. Es sind nur noch wenige Stehplatzkarten an der Tageskasse erhältlich, die bereits um 13.30 Uhr öffnet. Geleitet wird die Partie von den international eingesetzten DHB-Elitekader-Schiedsrichter Hanspeter Brodbeck und Simon Reich. Die Spielaufsicht hat Berndt Dugal.

"Ich freue mich auf dieses Spiel", erklärt Wandschneider, schiebt aber direkt hinterher: "Klar ist jedoch auch, dass das nur schön wird, wenn wir ganz lange am Ball bleiben. Flensburg ist eine Maschine, die einem keine Sekunde Luft zum Durchatmen lässt." Deswegen fordert der 55-Jährige gegenüber der Vorwoche beim 21:23 in Gummersbach auch eine deutliche Leistungssteigerung im Angriff.

Anfang der Woche hat er die Niederlage mit der Mannschaft aufgearbeitet und einigen seiner Spieler klar gesagt, dass er mehr von ihnen erwartet. "Ein Ivano Balic braucht Unterstützung", findet Wandschneider und richtete diese mahnenden Worte unter anderem an Steffen Fäth und Guillaume Joli. "Ihm habe ich klar gesagt, dass er vorangehen muss", berichtet Wetzlars Trainer von einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Franzosen.

Vollen Einsatz fordert der diplomierte Sportwissenschaftler am Sonntag auch gegen den amtierenden Champions-League-Sieger, der als Tabellendritter (nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter THW Kiel) mit der Empfehlung von sechs Bundesliga-Siegen in Folge an die Lahn reist. "Wir müssen rennen und brennen – 60 Minuten lang! Kommt Flensburg über ihre starke Abwehr und Torhüter Mattias Andersson zu vielen, leichten Gegenstößen, dann wird es fast unmöglich sein, etwas Zählbares aus dem Spiel mitzunehmen. Wir brauchen ebenfalls eine bärenstarke Defensive, sensationelle Torhüter und müssen unsere Angriffe konzentriert und konsequent auf den Punkt spielen. Wenn alles passt, dann haben wir vielleicht eine Chance!“

In seiner Vorbereitung auf das Spiel beschäftigte sich Kai Wandschneider nicht explizit mit den Weltklassespielern der Gäste. Er hofft vielmehr darauf, dass seine Truppe vor fast ausverkaufter Kulisse über sich hinauswächst. Dass die angeschlagenen Spieler Steffen Fäth (Patellasehnenentzündung), Kristian Bliznac (Meniskusverletzung) und Evars Klesniks (Probleme nach Syndesmosebandriss) auf die Zähne beißen und der Ausfall des grippekranken Jens Tiedtke von Carlos Prieto aufgefangen werden kann. Wenn dann die Fans auch noch "von der ersten Minute Volldampf" geben, wie es HSG-Geschäftsführer Björn Seipp erwartet, dann wünscht sich die HSG Wetzlar eine „weihnachtliche Überraschung“ in ihrem Wohnzimmer, der Rittal Arena.