Schwere Aufgabe: HSG empfängt Mittwoch Champions League-Teilnehmer Flensburg-Handewitt

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen hoffen auf „tolle Feiertagskulisse“ beim Duell Fünfter gegen Sechster

Zweites Heimspiel für die HSG Wetzlar innerhalb von nur fünf Tagen: Nach dem ungefährdeten 31:28-Heimsieg der Grün-Weißen am Samstag gegen den TBV Lemgo, den über 4.000 begeisterte Zuschauer Minuten vor dem Ende mit „Oh, wie ist das schön“-Gesängen quittierten, empfangen die Mittelhessen um Torjäger Steffen Fäth (Bild) am Mittwoch die SG Flensburg-Handewitt in der Rittal Arena Wetzlar. Anwurf des Spitzenspiels am „Tag der deutschen Einheit“ ist um 17.30 Uhr. Geleitet wird die Partie, für die es noch Sitz- und Stehplatzkarten an der Abendkasse gibt, vom DHB-Elitekader-Schiedsrichtergespann Nils Blümel und Jörg Loppaschewski.

Wandschneider: „Gehen befreit, aber nicht ohne Druck ins Spiel!“

Mit der SG Flensburg-Handewitt reist der letztjährige deutsche Vizemeister am Mittwoch in der Domstadt an, der laut HSG-Trainer Kai Wandschneider auch in dieser Spielzeit wohl wieder der härteste Konkurrent des übermächtigen THW Kiel im Kampf um die Meisterschaft sein könnte. „Flensburg verfügt über eine absolut ausgeglichene Top-Mannschaft. Alle Positionen in Rückraum, am Kreis und im Tor sind doppelt mit international erfahrenen Spitzenspielern besetzt. Dazu hat die SG extrem torgefährliche Außenspieler. Das wird eine richtig schwere Aufgabe, zumal Flensburg über 60 Minuten ein unglaublich hohes Tempo geht“, so der HSG-Coach, der seine Mannschaft in der klaren Außenseiterrolle sieht. „Mit 8:4 Punkten stehen wir derzeit sehr gut dar und können deshalb befreit in dieses Spiel gehen – aber nicht ohne Druck, denn wir spielen zu Hause und es ist unsere Pflicht, vor allem unseren tollen Fans ein gutes Spiel zu zeigen. Die Partie gegen den HSV Hamburg zum Saisonstart hat gezeigt, dass wir an einem guten Tag und mit Hilfe unserer stimmungsgewaltigen Zuschauer jeden Gegner schlagen können.“

Wie die HSG Wetzlar war auch die SG Flensburg-Handewitt am vergangenen  Wochenende erfolgreich. Nach einem 37:37-Unentschieden zum Heimauftakt der Champions League gegen den französischen Meister Montpellier HB, haben die Norddeutschen am Sonntag ihr Bundesliga-Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt souverän mit 29:23 gewonnen. Aktuell belegen die Holger Glandorf, Michael Knudsen & Co. mit 7:1 Punkten (nach bislang nur vier Ligaspielen) den 6. Tabellenplatz, in der DKB Handball-Bundesliga, mit einer beeindruckten Tordifferenz von +41 Toren.

Ex-Wetzlarer Lars Kaufmann kehrt zurück, Petar Djordjic fällt verletzt aus!

Im Team von Trainerfuchs Ljubomir Vranjes stehen mit Lars Kaufmann und Petar Djordjic zwei Rückraum-Shooter, die auch schon das Wetzlarer Trikot getragen haben. Djordjic wird jedoch aufgrund seiner schweren Knieverletzung (Kreuzbandriss) nicht auflaufen können. Für den jungen Serben haben die Flensburger vor kurzem noch einmal nachgebessert und mit dem isländischen Nationalspieler Arnor Atlasson einen alten Bekannten der Bundesliga aus Magdeburger Zeiten verpflichtet. 

In der vergangenen Saison hatte die HSG Wetzlar die SG Flensburg-Handewitt gleich zwei Mal zu Hause zu Gast. Sowohl in der Liga als auch im DHB-Pokal unterlagen die Grün-Weißen dem Team von Ostsee-Fjord jeweils nur knapp mit zwei Toren Differenz. „Die Flensburger Mannschaft hat in dieser Saison noch einmal an Qualität dazugewonnen und ist am Mittwoch der klare Favorit“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Trotzdem weiß ich, dass unsere Jungs selbstbewusst ihre Chance suchen und alles dafür geben werden, um für eine Überraschung zu sorgen und saisonübergreifend auch im fünften Heimspiel in Folge ungeschlagen zu bleiben.“