„Schweren Herzens“: Steffen Fäth muss WM-Teilnahme absagen

DKB Handball-Bundesliga

Entzündung an der Patellasehne im Knie zwingt Wetzlarer Rückraumspieler zu Trainings- und Spielpause zu Jahresbeginn

Steffen Fäth, Nationalspieler der HSG Wetzlar, hat heute seine Teilnahme an der Handball-Weltmeisterschaft im Januar in Katar abgesagt. Der 24-jährige Rückraumspieler plagt sich seit einiger Zeit mit einer Entzündung der Patellasehne im Knie herum und muss deshalb zu Jahresbeginn eine mehrwöchige Trainings- und Spielpause einlegen. „Dem DHB für die WM abzusagen, ist mir unglaublich schwer gefallen“, so Fäth, der Bundestrainer Dagur Sigurdsson gestern telefonisch unterrichtete. „Ich kann aber schon seit längerer Zeit nur eingeschränkt trainieren und nur unter Schmerzen spielen. Letztlich muss ich auf meinen Körper und den Rat der Ärzte hören, die mir dringend zu dieser Pause und den entsprechenden Reha-Maßnahmen geraten haben.“

Bis zur sogenannten Winterpause will der Torjäger noch auf die Zähne beißen. „Im Sinne der HSG Wetzlar kann ich mir jetzt keine Pause erlauben, denn wir haben noch wichtige Spiele im Kampf um den Klassenerhalt und mit Kristian Bliznac ist mein Nebenmann auf der linken Rückraumposition ebenfalls angeschlagen.“ Der Schwede laboriert an einem Meniskus-Einriss im linken Knie und muss im Januar diesbezüglich operiert werden. 

Bereits im Mai 2013 hatte Fäth wegen eines Einrisses der Patellasehne acht Wochen lang pausieren müssen. „Die Pause im Winter ist dringend notwendig, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Deshalb musste ich der Nationalmannschaft schweren Herzens absagen“, so der 24-jährige Torjäger der Mittelhessen.