SG Flensburg-Handewitt zu stark für die HSG Wetzlar

Bildquelle. HSG Wetzlar

DKB Handball-Bundesliga

Grün-Weißen verlieren an der dänischen Grenze mit 27:34

Die HSG Wetzlar hat trotz 45 starker Minuten die Überraschung bei der SG Flensburg-Handewitt verpasst und beim 27:34 (15:16) die erste Niederlage im Jahr 2018 kassiert. Vor allem in den letzten 15 Minuten brachten die Hausherren von der dänischen Grenze ihre ganze Qualität aufs Parkett und konnten nochmals das Tempo erhöhen. Trotzdem war Wetzlars Trainer Kai Wandschneider nicht unzufrieden.

„Eine Sieben-Tore-Niederlage in der Hölle Nord ist für uns ein gutes Ergebnis. Wir lagen in der ersten Halbzeit einmal mit fünf Toren hinten, sind aber mental stabil geblieben. Nach der Pause haben wir auch die ersten zehn Minuten noch gut mitgehalten. Aber dann hat sich die Klasse und Stärke von Flensburg gezeigt“, sagte Wandschneider.

Die HSG versuchte von Anpfiff weg, mit der gleichen Taktik wie in Kiel zum Erfolg zu kommen. Sie nahm das Tempo raus, spielte die eigenen Angriffe geduldig aus und schloss dann konsequent ab. In der siebten Minute markierte Olle Forsell-Schefvert per Hüftwurf aus dem linken Rückraum das 2:1 für die Wetzlarer. Doch in der Folge führten einige Ballverluste dazu, dass Flensburg per Gegenstoß zum Erfolg kam. Hampus Wanne warf nach elf Minuten zum 6:3 für Flensburg ein – bereits das dritte Konter-Gegentor in der Anfangsphase. Wandschneider brachte nach einer guten Viertelstunde Stefan Kneer für Filip Mirkulovski, Forsell-Schefvert übernahm die Spielmacher-Position.

Flensburg kommt in Fahrt

In der Folge schaffte es Wetzlar nicht, das Tempo aus dem Flensburger Spiel zu nehmen. Mit zwei schnellen Toren sorgte Thomas Mogensen für das 10:6 (17.) der Flensburger. Auszeit HSG, zweite Welle Flensburg, 11:7 durch Holger Glandorf. Der erste aktive Ballgewinn in der Deckung ermöglichte Kristian Björnsen den ersten eigenen Gegenstoß. Der Norweger verkürzte nach 22 Minuten auf 9:12. Kvist vergab im Anschluss das mögliche 10:12, Holst scheiterte vom Punkt. Flensburg nutzte die Nachlässigkeiten und erhöhte auf 15:10 (26.). Doch die Wandschneider-Sieben blieb dran. Stefan Kneer sowie Kvist und Lindskog per Gegenstoß stellten beim 15:16 (29.) wieder den Anschluss her.

Nach der Pause verpasste Max Holst per Siebenmeter den Ausgleich. Doch nur einen Angriff später machte es Kristian Björnsen vom Punkt besser. 16:16! Vier Minuten später behielt der Rechtsaußen unter gellendem Pfeiffkonzert erneut die Nerven und warf zum 18:18 ein (38.). Dank eines starken Nikolai Webers war die HSG auch in der 42. Minute noch in Schlagdistanz (19:21), obwohl im Angriff einige Chancen vergeben wurden. Holger Glandorf markierte aus dem Rückraum das 23:20 für Flensburg (44.).

Zu viele leichte Fehler

Die Gastgeber drückten in der Folge nochmal aufs Tempo und konnten sich bis auf 26:20 absetzen, ehe Björnsen per Siebenmeter die Durststrecke für Wetzlar beendete. Kentin Mahé markierte das 27:22 für Flensburg (51.). Der starke Hampus Wanne sorgte per Gegenstoß für das 28:22 – und für die Vorentscheidung. In den letzten Minuten durften Spielmacher Fabian Kraft und Keeper Till Klimpke weitere Bundesligaerfahrung sammeln. Aber auch sie konnten an der Niederlage nichts mehr ändern.

„Wir haben 45 Minuten super in der Abwehr gestanden, aber dann haben wir zu viele leichte Fehler gemacht, die zu vielen Gegenstößen geführt haben“, sagte Rechtsaußen Miroslav Volentics, der in der zweiten Hälfte für Björnsen auflaufen durfte.

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Möller; Wanne (9), Lauge (3), Jeppsson, Mogensen (4), Glandorf (8), Svan (1), Karlsson, Steinhauser (2), Heinl, Zachariassen (1), Toft Hansen (2), Gottfridsson (2), Mahé (2/1).

HSG Wetzlar: Klimpke, Weber; Holst, Kvist (2), Kneer (3), Forsell-Schefvert (4), Mirkulovski, Kraft, Ferraz (2), Klesniks, Cavor (3), Björnsen (7/5), Volentics (2), Kohlbacher (3), Lindskog (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Schulze/Tönnies. – Zuschauer: 5821.