SG Flensburg/Handewitt lässt HSG Wetzlar keine Chance

DKB Handball-Bundesliga

Die Entscheidung fällt schon in der ersten Halbzeit – Flensburg bleibt daheim ungeschlagen

Elf Siege bei elf Spielen. An dieser makellosen Heimbilanz der SG Flensburg/Handewitt konnten auch die Grün-Weißen nichts ändern. Mit einem 9:0-Lauf in Halbzeit eins legten die Nord-Deutschen das Fundament zu einem ungefährdeten 36:27 Heimerfolg. Ein Kevin Schmidt, Tobias Reichmann und Nikolai Weber in Normalform, waren am Ende zu wenig um dem Favoriten aus Flensburg gefährlich zu werden.

In der Anfangsphase sah es so aus, als ob die Mittelhessen an der starken Leistung im Hinspiel, bei der man den Flensburgern ein 31:31 entlocken konnte, anknüpfen könnten. Vor allem Nikolai Weber, der im Gehäuse der HSG begann, zog in der frühen Phase der Partie dem Gegner den Zahn, so dass sich die Domstädter nach einem Treffer von Alois Mraz auf 6:4 leicht absetzen konnten. Die Freude über die Führung war jedoch nur von kurzer Dauer, da Olafur Gustafsson den Zwischenspurt der Gäste zum 6:6 egalisierte. 

Von diesem Zeitpunkt an, sollte die spielentscheidende Phase eingeläutet werden. Die Lahnstädter verloren in der Offensive den Faden, indem die Qualität der Wurfauswahl abnahm und sich mehrere technische Fehler in das Spiel einschlichen. Im Stile einer Top-Mannschaft nutzte die SG diese Minuten der Schwäche, in Person von Holger Glandorf, gnadenlos aus. Der rechte Rückraumspieler der Flensburger schweißte einen Wurf nach dem anderen im Tor der HSG Wetzlar ein und avancierte somit zum Matchwinner. Mit einem 9:0 Lauf zogen die Vranjes-Schützlinge auf 13:6 davon, was einer Vorentscheidung gleichkam. „In der Offensive haben wir zu leichte Fehler produziert, woraufhin die Gegenstoßmaschine Flensburg losging. Beim Stand von 13:6 war die Partie dann auch schon gelaufen“, so die Spielanalyse von Nationalspieler Kevin Schmidt.

Im zweiten Durchgang reichten die Bemühungen der Domstädter nicht mehr aus um den Tabellendritten noch einmal ärgern zu können. Flensburg demonstrierte ein weiteres Mal warum sie in eigener Halle schon deutliche Ergebnisse einfahren konnten (Gegen die Füchse aus Berlin mit 11 Toren gewonnen, gegen Lemgo ebenfalls mit 11 und gegen Kiel mit 6 Toren). Über den agilen Anders Eggert und mit einem bärenstarken Holger Glandorf bauten die Heimherren den Vorsprung über ein 21:13 zu einem 27:17 aus. HSG-Trainer Kai Wandschneider fand deutliche Worte zu dem Auftritt seiner Mannen: „Das war nix. In der Defensive ohne die nötige Aggressivität und der Rückraum ohne Durchschlagskraft.“

Trotz dieser Niederlage rangiert die HSG Wetzlar auf einem sicheren zehnten Tabellenplatz mit nun 24:24 Punkten. Mit dem Spiel gegen Hannover/Burgdorf am 24. März steht nun die dritte Auswärtsbegegnung in Folge an. Gegen die Landeshauptstädter aus Niedersachen wird es wahrlich keine leichtere Aufgabe, da der TSV mit dem sechsten Tabellenplatz die Überraschung der Saison in der DKB Handball-Bundesliga darstellt.

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (16 Paraden), Rudeck (ab 52.; 4 Paraden) – Karlsson, Eggert (6/2), Glandorf (9), Mogensen (5), Svan Hansen (5), Weinhold (1), Heinl (1), Gustafsson (5), von Gruchalla (1), Kaufmann (3)

HSG Wetzlar: Marinovic (21.-31.; 1 Parade), Weber (14 Paraden) – Schmidt (6/4), Fridgeirsson (1), Rompf (1), Tiedtke (1), Valo (1), Zörb (1), Mraz (4), Philipp Müller (3), Reichmann (8), Michael Müller (1), Harmandic

Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg); Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Gustafsson 4 – Mraz 4); Siebenmeter: 2/2:4/4; Zuschauer: 5234

Spielverlauf: 1:0 (2.), 1:3 (7.), 3:4 (8.), 4:6 (12.), 13:6 (21.), 13:8 (22.), 15:8 (24.), 17:9 (26.), 17:12 (27.), 20:12 (30.) – 22:13 (32.), 23:16 (38.), 25:16 (39.), 27:17 (42.), 27:20 (44.), 29:20 (46.), 29:22 (48.), 31:22 (51.), 31:24 (53.), 32:25 (57.), 35:27 (59.)