Spieler der HSG besuchen Kinder zu Weihnachten im Klinikum

DKB Handball-Bundesliga created by webmaster@hsg-wetzlar.de (Wolfgang Fischer)

Ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk erhielten die Kinder der Kinderklinik in Gießen an Heiligabend. Nichts ahnend standen plötzlich fünf Spieler des Handball – Bundesligisten HSG Wetzlar vor ihren Krankenbetten. Trotz teilweise schweren Krankheiten zauberten die Spieler Philipp Müller, Alois Mraz, Tobias Hahn, Lars Friedrich und Nikolai Weber den Kindern ein Lächeln auf die Lippen.

Rund 70 Kinder verbrachten die diesjährigen Weihnachtsfeiertage auf den Stationen der Kinderklinik. „Für die Kinder ist es an Weihnachten besonders schlimm im Krankenhaus zu sein. Sie besitzen trotz ihrer Erkrankungen eine enorme Willensstärke,“ sagte der Leiter des Klinikums Klaus – Peter Zimmer. Dabei habe das Klinikum versucht, so vielen Kindern wie möglich ein Weihnachten zu Hause zu schenken. Leider seien die meisten kleinen Patienten nur für den Heiligen Abend zu ihren Familien unter den heimischen Weihnachtsbaum gefahren. Bereits am ersten Weihnachtsfeiertag werde die Anzahl der Kinder wieder ansteigen.

Gemeinsam mit HSG – Geschäftsführer Björn Seipp machten die Spieler des Handballvereins ihren Rundgang über die Stationen „Peiper“, „Köppe“, „Pfaunder“ und „Czerny“. Auf der Station „Peiper“ trafen die HSGler auf den sichtlich überraschten 16-jährigen Johannes, der noch wegen einer Lungenentzündung behandelt werden muss. Als kleine Überraschung übergaben die Spieler ihm ein Trikot des Vereins. Er versprach es bei der nächsten Gelegenheit zu benutzen.

Auf der nächsten Station warteten bereits die Geschwister Vanessa und Sandra auf den Besuch der Sportler. Die Mädchen, die nach einem Verkehrsunfall zur Beobachtung in der Klinik bleiben müssen, strahlten über das ganze Gesicht, als die Handballer die Trikots, kleine Weihnachtsteddys und Schokolade überreichten. Auch die Spieler der HSG freuten sich, den Kindern an diesem Tag etwas Gutes tun zu können.

Doch die Schicksale einiger Kinder auf der Station „Pfaundler“ bewegten die Spieler sichtlich. „Es ist schlimm, dabei treten viele Dinge in den Hintergrund“, waren sich die HSGler einig. Auf der Station „Czerny“ trafen die Spieler auf kleine Patienten, die bereits am Herzen operiert werden mussten. An solchen Tagen seien strahlende Kinderaugen das größte Geschenk, das man erhalten kann.

Auch der kaufmännische Geschäftsführer am Standort Gießen Dr. Christian Höftberger freute sich über den Besuch auf der „Herzstation“ der Klinik. Höftberger, der mit der Unterstützung seiner Kinder den Rundgang über die Stationen begleitete, würdigte den Besuch der HSGler.: „Es ist eine tolle Aktion, gerade zu Weihnachten, wo jeder gerne zu Hause ist.“

Auf der Frühchenstation der Klinik durften die Spieler noch Drillinge bestaunen. Fasziniert von den kleinen Menschen, die in den nächsten Tagen nach Hause entlassen werden können, blieben ihre Blicke auf die Brutkästen gerichtet. „Es ist schön, dass es in einer Klinik nicht nur schwere Schicksale zu erleben gibt.“

Sandra Splanemann