Spielmacher Filip Mirkulovski wird gegen HSG Konstanz zum Matchwinner!

Bildquelle: www.hsg-konstanz.de

DKB Handball-Bundesliga

Mazedonischer Nationalspieler trifft in Schlussphase des DHB-Pokal-Spiels doppelt - HSG Wetzlar bezwingt aufopferungsvoll kämpfenden Zweitligisten mit 31:29 (16:11) - Heute wartet HC Elbflorenz Dresden im Finale

Mit einem wahren Kraftakt haben die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am gestrigen Abend Ihren ersten Pflichtspiel-Sieg der Saison eingefahren. Im DHB-Pokal bezwangen die Mittelhessen in den Ludwig-Jahn-Halle in Teningen (Südbaden) den Zweitligisten HSG Konstanz mit 31:29 (16:11). An diesem Sonntag geht es nun um 16.00 Uhr gegen den Zweitliga-Aufsteiger HC Elbfloren Dresden um das Weiterkommen in die zweite Pokal-Runde.

„Matchwinner“ des Erstligisten war Spielmacher Filip Mirkulovski. Beim Stand von 29:29 in der 58. Spielminuten traf der mazedonische Nationalspieler gleich doppelt für die Mittelhessen, die sich gegen aufopferungsvoll kämpfende Konstanzer gerade in der zweiten Halbzeit enorm schwer getan hatten.

Dabei hatte es zu Beginn des Spiels zunächst nach einem souveränen Erfolg des Favoriten ausgesehen. Nach 57 Sekunden hieß es bereits 2:0 für den Favoriten, nachdem Filip Mirkulovski am Kreis und wenig später der insgesamt starke Linksaußen Kasper Kvist das 2:0 erzielt hatten. Auf der Gegenseite parierte Torhüter Nikolai Weber in der zweiten Minute einen Siebenmeter des ehemaligen Hüttenbergers Paul Kaletsch. Bis zum 3:5 (5.) durch Mathias Riedel versuchten die Konstanzer zwar alles, um irgendwie dranzubleiben. Doch mit Kapitän Weber als sicherem Rückhalt im Kasten und einer bis dahin kompromisslosen Abwehrarbeit mit den Mittelblockern Evars Klesniks und Stefan Kneer zogen die Wetzlarer dem Pokalgegner mehr und mehr den Zahn.

War es in den ersten zehn Minuten Stefan Cavor, der als Torschütze glänzte, landeten im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit Nationalspieler Jannik Kohlbacher und Kristian Björnsen die nötigen Treffer, um Distanz zwischen sich und den Zweitliga-14. der vergangenen Saison zu legen. Der wieder genesene norwegische Rechtsaußen war allerdings nur von der Siebenmeter-Linie (zum 13:9 und 15:10) ein sicherer Schütze, ansonsten war noch nicht viel von ihm zu sehen. Den Schlusspunkt im ersten Durchgang setzte dann Olle Forsell Schefvert. Der Schwede wuchtete den Ball zum 16:11 am Ex-Wetzlarer Stefan Hanemann im Kasten des Außenseiters vorbei in die Maschen.

Alles schien in Butter für den Bundesligisten, der auch beim 21:17 (40.) noch keine Anzeichen machte, sich den Weg ins „Endspiel“ der ersten Pokalrunde verbauen zu lassen. Björnsen warf einen weiteren Strafwurf – nun am eingewechselten Konstantin Poltrum vorbei – ins Tor, und in der Abwehr machten die Wandschneider-Schützlinge den kurzfristigen Ausfall von Klesniks bis zu diesem Zeitpunkt im Kollektiv wett. Der Routinier aus Lettland hatte sich schon Mitte der ersten Halbzeit bei einer falschen Sperre der Konstanzer am Rücken verletzt und konnte das Geschehen fortan nur noch von außen beobachten. Was „Ebbe“ (Wandschneider: „Er hat uns an allen Ecken und Enden gefehlt)“ sah, war ein urplötzliches Nachlassen seiner Teamkollegen, die in der Deckung nicht mehr richtig zupackten und vorne zu flattern begannen.

Der Außenseiter vom Bodensee roch derweil Lunte, kam mit drei Treffern in Serie auf 20:21 heran und nötige die HSG-Bank zu einer Auszeit. Wer gedacht hatte, die Worte von Kai Wandschneider würden fruchten, sah sich aber getäuscht. Es blieb knapp, Paul Kaletsch und der am Ende sieben Mal erfolgreiche Mathias Riedel hielten die Mannen von Trainer Daniel Eblen im Spiel. Dazu gaben weder der stark begonnene Niko Weber noch der zwischenzeitlich eingewechselte Benjamin Buric ihren Vorderleuten den nötigen Rückhalt.

Stenogramm HSG Wetzlar:

N. Weber, Buric, Hermann (1), Kneer (4), Björnsen (7/4), Pöter, Ferraz, Mirkulovski (4), Holst, Forsell Schefvert (2), Kvist (4), Klesniks, Lindskog, Cavor (4), Kohlbacher (5).