Spitzenreiter in Wetzlar zu Gast!

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar steht gegen die Rhein-Neckar Löwen vor einer Mammutaufgabe.

Mit den Rhein-Neckar Löwen gastiert am Mittwoch (Anwurf um 20.15 Uhr) kein geringerer als der aktuelle Ligaprimus der DKB Handball Bundesliga in der Rittal Arena Wetzlar. Nach dem ausverkauften Hessenderby am Sonntag freuen sich die Mittelhessen auch im zweiten Heimspiel binnen weniger Tage auf voll besetzte Ränge. Im Vorverkauf sind nur noch Stehplatzkarten erhältlich. 
 
 Selten waren die „Löwen“ so bissig wie in dieser Saison. Mit nur einer, wenn auch deutlichen Niederlage gegen den Rekordmeister aus Kiel haben es sich die Badener seit geraumer Zeit an der Tabellenspitze gemütlich gemacht, was auch in Wetzlar Respekt und Anerkennung findet: ,,Die Rhein-Neckar Löwen spielen eine herausragende Saison und stehen aufgrund ihrer Konstanz zu recht ganz weit oben. Allen voran die aggressive, ungewöhnlich offensive 6:0-Deckung sticht bei aller individueller Klasse hervor“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. Nichts desto trotz hätten die Wetzlarer allen voran in der Hinrunde gezeigt, dass sie an einem guten Tag das Potential besäßen gegen die großen Hausnummern des deutschen Handballs mitzuhalten, so der 39jährige.
 
 Um den „Löwen“, die u.a. mit Alexander Petersson, Niklas Landin und Bjarte Myrhol Weltklassespieler in ihren Reihen haben, Paroli bieten oder sie eventuell sogar bändigen zu können, bedarf es jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung der Hausherren im Vergleich zu den letzten Ligaspielen. HSG-Trainer Kai Wandschneider nimmt am kommenden Mittwoch seine Schützlingen in die Pflicht: ,,Um eine Chance gegen die Rhein Neckar-Löwen zu haben, müssen wir uns in vielerlei Hinsicht steigern. In der Abwehr hatten wir in letzter Zeit oft Abstimmungs- und Kommunikationsprobleme, dazu müssen wir im Positionsangriff die Qualität unserer Abschlüsse verbessern.“ Druck verspürt Wandschneider jedoch nicht gegen das favorisierte Team aus dem badischen Raum: ,,Wir können befreit aufspielen und haben nichts zu verlieren!“
 
 HSG-Kapitän Michael Müller gibt sich kämpferisch: ,,Zu Hause haben wir gegen jeden Gegner eine Chance. Das haben wir schon des Öfteren in der Hinrunde bewiesen.“ Auch im Hinspiel haben die Wetzlarer ihr Können unter Beweis gestellt, als sie denkbar knapp an einer Sensation vorbei schrammten. Bis in die Schlussphase hatten die Domstädter den Gelb-Schwarzen einen harten Kampf geboten, am Ende stand jedoch eine knappe 31:29 Niederlage zu Buche. 
 
 Für den Wetzlarer Spielführer wird es ein Spiel von besonderer Brisanz sein, da es gegen seinen alten Arbeitgeber geht: ,,Begegnungen gegen die alten Mitstreiter sind immer sehr emotional und besonders. Ich freue mich schon auf die Partie, da ich viele Freunde wiedersehe.“ Nicht nur Michael Müller trifft beim kommenden Heimspiel auf „alte“ Weggefährten. Auf die drei Nationalspieler und WM-Teilnehmer Tobias Reichmann, Kevin Schmidt und Steffen Fäth wartet ein Wiedersehen mit den Nationalmannschaftskollegen Oliver Roggisch und Patrick Groetzki.