Steffen Fäth: Profi-Handball und Ausbildung „Hand in Hand“!

DKB Handball-Bundesliga

Nationalspieler der HSG Wetzlar absolviert duale Ausbildung bei Partnerunternehmen intellididact GmbH & Co. KG

Für Steffen Fäth war das Jahr 2013 sicherlich eines der ereignisreichsten seines noch jungen Lebens. Die Teilnahme an der Handball-WM in Spanien, die vorzeitige Vertragsverlängerung bei der HSG Wetzlar, aber allen voran die Nachricht, dass seine Frau Julia ein Kind zur Welt bringen wird und die kürzliche Heirat – viele prägende Momente innerhalb von nur zwölf Monaten. Last but not least hat der 23-jährige in diesem Sommer auch noch beruflich für die Zukunft vorgebaut und eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation begonnen – bei einem langjährigen Partner der HSG Wetzlar, der Intellididact GmbH & Co. KG in Wetzlar. 

„Man kann nicht früh genug an die Karriere nach der Handballkarriere denken. Steffen hat das, trotz der zusätzlichen Belastung durch die Nationalmannschaft, erkannt“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der im Frühjahr gemeinsam mit Fäth, Intellididact Inhaber Markus Failing und Evelyn Benner, Schulleiterin der Theodor-Heuss-Berufsschule, am Ausbildungskonzept für den Spieler gefeilt hatte. Dies gab sicherlich auch mit den Ausschlag dafür, dass sich der gebürtige Frankfurter frühzeitig dazu entschloss, seinen Vertrag bei den Grün-Weißen bis ins Jahr 2016 zu verlängern.

Die duale Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation fordert gerade von einem  Handballprofi viel Fleiß und eisernen Willen ab. Gehen die Mitspieler nach der Vormittagseinheit z.B. gemeinsam Essen oder ist ein Tag sogar mal trainingsfrei, heißt es für Fäth „ab in die Schule oder an die Arbeit“. Umgekehrt müssen die Kollegen im Büro oder auch die Mitschüler und Lehrer an der Theodor-Heuss-Berufsschule Verständnis aufbringen, wenn der 23-jährige unter der Woche trainieren oder gar zu Auswärtsspielen oder der Nationalmannschaft reisen muss. Doch dieses Verständnis ist dem werdenden Vater gewiss: „Wir unterstützen Steffen in der beruflichen Ausbildung, bei schulischen Fragen und bei den Heimspielen in der Rittal Arena.“, heißt es durchweg aus der Belegschaft des Notebookwagen-Herstellers. 

Bei der Intellididact GmbH & Co. KG wird ein besonderer Wert darauf gelegt, den Azubi aktiv in die betrieblichen Abläufe zu integrieren, ihn sämtliche Arbeitsschritte umfassend  zum nachhaltigen Verständnis (z.B. technische Funktionen eines Produkts, kaufmännische Prozesse in Vertrieb und Einkauf, Neuentwicklung von Lösungen für den Bildungsbereich, Marketingmaßnahmen) durchlaufen zu lassen. Auch die verschiedenen Phasen der Herstellung von Produkten in Wetzlar – wie von Notebookwagen für Schulen, Hochschulen und Unternehmen in der Industrieschreinerei – sind Teil der betrieblichen Ausbildung. Ebenso die Kommunikation mit lokalen und internationalen Lieferanten, für deren Produkte die Intellididact GmbH & Co. KG die Distribution in Deutschland, Österreich und der Schweiz übernommen hat, ist Bestandteil des Betriebsablaufs und somit der Berufsausbildung.

„Steffen meistert die Doppelbelastung von Sport und Ausbildung sehr gut und zeichnet sich durch Flexibilität, Zuverlässigkeit und hohe Motivation aus“, so Intellididact Inhaber Markus Failing, der als Partner der HSG Wetzlar immer ein Ohr für die Belange des Clubs hat. „Bei uns im Haus ist Steffen vorrangig Auszubildender mit allen Rechten und Pflichten – wenn nötig ist es aber klar, dass der Handball, das heißt die HSG Wetzlar und die Nationalmannschaft, Vorrang haben.“