Tabellenführer trotzt Leidenschaft der Gastgeber!

Nachwuchs

Weste der HSG Wetzlar U23 bleibt sauber / Hausherren schließen immer wieder auf

Wie bereits im Vorfeld erwartet, war es vermutlich eines der schwierigsten Saisonbegegnungen der HSG Wetzlar U23, und doch behielten die Grün-Weißen knapp die Nase vorn und bezwangen die HSG Wettenberg im Lokalderby der Handball-Landesliga Mitte mit 34:31 (18:16).

„Wir waren klar die bessere Mannschaft, doch immer, wenn wir den Abstand ein wenig vergrößern konnten, verlor meine Mannschaft ein wenig die Konzentration“, zeigte sich Gäste-Trainer Andreas Klimpke nicht hundertprozentig zufrieden. Bei einem solch engen Resultat war selbstredend auch dessen Gegenüber Martin Saul nicht so richtig begeistert: „Mit dem Endresultat bin ich natürlich nicht zufrieden, da hätte mehr herausspringen können. Mit dem Entwicklungsstand meines Teams hingegen bin ich schon zufrieden“, urteilte der Übungsleiter.

In der gut gefüllten Wettenberger Sporthalle nahmen die Hausherren zunächst das Heft in die Hand, während die Grün-Weißen anfangs nur reagieren konnten und im Rückstand lagen. In der 17. Minute drehten die Gäste die Begegnung, als Lukas Loh zur 11:10-Führung eingenetzt hatte.

Danach schloss das junge Wetzlarer Aufgebot eine weitere Serie an, sodass sie sich bis in die 25. Spielminute durch Dennis Agel auf 13:18 abgesetzt hatte. Es folgte allerdings eine von Klimpke angeprangerte Phase sinkender Konzentration, in der sich die leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber wieder heranarbeiteten.

HSG Wettenberg – HSG Wetzlar U23 31:34

„Im zweiten Durchgang haben wir insgesamt auch wieder zu viele Gelegenheiten liegen gelassen“, ärgerte sich Saul über zehn Fehlwürfe seiner Schützlinge alleine in der zweiten Halbzeit. In der 35. Spielminute fand Wetzlars Spielmacher Fabian Kraft gleich dreimal in Folge den Weg in das Wettenberger Tor und erhöhte den Vorsprung seines Teams auf 22:19.

Doch auch zu diesem Zeitpunkt fanden die Gäste nicht die richtigen Akzente zur Vorentscheidung, sodass die Hausherren nochmals aufschlossen. „In dieser Passage muss ich den Jungs ein Kompliment machen. So sind sie in einer wirklich hitzigen Phase immerzu ruhig geblieben und haben sich nicht von der Hektik in der Halle anstecken lassen“, lobte Klimpke das Auftreten des Tabellenführers. Aber erst in der Schlussminute schraubte Lukas Wallwaey beim 34:31 den Deckel auf die Begegnung, wodurch die Bundesliga-Reserve weiterhin eine weiße Weste vorweisen kann.

Wettenberg: Risse, Worms; Nenad (7/4), Wingefeld, Schulz, Becker (3), Kaplan (1), Puhl (3), Kaufmann (1/1), Henkel (6), Kneissl (7), Quurck (3), Weise.

Wetzlar: Gümbel, Sulzbach; J. Wallwaey (7/3), Pjanic (3), Lindenstruth, L. Wallwaey (3), Wick, J. Weber, Köhn, Schaus (8), Loh (6), T. Weber, Kraft (4), Agel (2).

Schiedsrichter: Klaus/Pakula (Eddersheim) – Zuschauer: 380 – Zeitstrafen: 10:6 Minuten –Siebenmeter: 5/5:4/3.

Quelle: Gießener Anzeiger 09.12.13