Tagebucheintrag I: Die Ankunft im Trainingslager und die erste Einheit

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar bezieht Trainingslager in der Sportschule Kaiserau - Rahmenbedingungen optimal

Tag eins des Trainingslagers im nordrhein-westfälischen Kaiserau neigt sich dem Ende entgegen. Die Zimmer wurden bezogen, die erste Übungseinheit hinter sich gebracht. Anschließend wurden die hungrigen Mägen der Spieler versorgt. Das Essen war exzellent. Was für die einen (Köche) das Ende des Arbeitstages einläutet, kündigt bei den anderen (Physiotherapeuten) den wirklichen Beginn erst an, denn dass der Körper das Kapitel des Profisportlers ist und dieser auch ausreichend Pflege bedarf, ist hinlänglich bekannt. Und so werden die „Physios“ nun noch einige Stunden an den Massagebänken stehen und die Muskeln der bekannten grün-weißen Akteure durchkneten. Die der Müllers, Fäths und Rompfs. 

Ein Name, der heute Abend auf der Massage-Liste auftauchen könnte, würde man dort aber wohl nicht vermuten. Jenen des Trainers Kai Wandschneider nämlich. Dieser zeigte sich beim heutigen Training sehr ambitioniert und kickte zum Aufwärmen mit „seinen Mannen“ eine Runde Fußball. Doch dass der Coach nicht den Fitnesslevel seiner Schützlinge hat, wurde bald deutlich. „Das waren nur 20 Minuten? Das kam mir vor wie drei Stunden“, pustete der Trainer nach der Fußballeinheit mit einem Augenzwinkern und verdeutlichte die gute und positive Stimmung im Mannschaftskreis. Einige behaupteten sogar, der Coach habe mit dieser Aussage für das Zitat des Tages gesorgt.

Am Abend aber zeigte Wandschneider wieder seine konzentrierte und akribische Seite, als er sich nach dem Diner umgehend mit Co- und Torwarttrainer Jasmin Camdzic an einen Tisch setzte und die nächsten Schritte besprach. „Die Bedingungen hier in der Sportschule Kaiserau sind optimal. Wir haben alles was wir brauchen in unmittelbarer Nähe und sind als Mannschaft fünf Tage lang zusammen. Solche Rahmenbedingungen sind für das Teambuilding Gold wert“, erklärte er. 

Morgen heißt es für die Spieler um 7.30 Uhr aufzustehen, denn um 7.45 Uhr steht die erste Laufeinheit des Tages auf dem Programm. Das Wecken übernimmt der Jüngste im Team, Lukas Wallwaey. Verantwortung tragen bei der HSG Wetzlar also nicht nur die erfahrenen Spieler. Ob Trainer Wandschneider auch morgen wieder Teile der Einheit mitmachen wird, darf bezweifelt werden. Die Physiotherapeuten würde es entlasten.

 

Aus der Sportschule Kaiserau berichtet Fabian Karpstein