Tagebucheintrag II: Von Hochsprung und Schwimmbädern!

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar absolviert vier Trainingseinheiten und hinterlässt einen sehr guten Eindruck beim Trainer.

Damit wäre auch der zweite Tag im Trainingslager in der Sportschule Kaiserau geschafft. Insgesamt vier Einheiten mussten die HSG-Akteure am heutigen Samstag hinter sich bringen, ehe um 20.00 Uhr endlich das Abendessen serviert und die Spieler in den wohlverdienten Feierabend entlassen wurden. Auch der heutige Tag hat wieder einige Erkenntnisse ans Licht der Welt befördert, die bisher im Verborgenen geschlummert haben.

Da wäre zum ersten Mannschaftsbetreuer Stefan Rühl, die „gute Seele“ des Teams, der den Entschluss fasste, sich nicht weiter den Sticheleien der Spieler bezüglich seines Fitnesslevels auszusetzen und sich mit durch die morgendliche Laufeinheit quälte. Für seine Leistung erntete „Migge“ einerseits Respekt und Anerkennung, andererseits bot der Lauf den Nährboden für neue Spitzen. Er solle sich nicht so überfordern, war es aus Kreisen der Mannschaft zu hören. Davon angestachelt nahm er am Abend zusätzlich am Aufwärmspiel teil und ließ seine „Kritiker“ damit verstummen.

Nach der Einheit im Kraftraum formierte sich ein Trio, das die inoffizielle Teammeisterschaft im Hochsprung unter sich ausmachen wollte. Tobias Reichmann, Kevin Schmidt und Fannar Thor Fridgeirsson nutzten die sich bietende Chance bis zum Mittagessen, um noch ein wenig Sprungkrafttraining auf eigene Faust zu absolvieren. Sich gegenseitig anfeuernd schwangen sich die drei mit durchaus vorzeigbarer Technik zu immer höheren Sphären auf. Am Ende siegte Linksaußen Schmidt mit einer respektablen übersprungenen Höhe von 1.70-Meter.

Eine böse Überraschung erlebte hingegen Tobias Hahn. Der Langzeitverletzte wollte nach seiner ersten Einheit mit Physiotherapeut Thomas Stubner ein zweites Reha-Programm im hoteleigenen Schwimmbad in Angriff nehmen, fand in diesem aber kein Wasser vor. Beide wichen in die Sporthalle aus und absolvierten konzentriert Stabilisationsübungen, während die restliche Mannschaft auf dem Spielfeld die vom Coach vorgegebenen Konzepte und Abläufe in beeindruckender Manier umsetzte.

Trainer Kai Wandschneider zeigte sich mit dem abgelaufenen Tag sehr zufrieden: „Alle Spieler ziehen hervorragend mit. Es ist sicherlich nicht einfach bei vier Einheiten am Tag über die gesamte Zeit die Konzentration ganz oben zu halten, aber die Mannschaft macht das wirklich klasse. Ich spüre den Zusammenhalt und den Willen im Team.“ Man darf gespannt sein, welche positiven Überraschungen die nächsten Tage bringen werden.

 

Aus der Sportschule Kaiserau berichtet Fabian Karpstein

 

Kurze Bildergalerie des zweiten Tages: