Tagebucheintrag IV: Heute sind alle Sieger!

In diesem gemütlichen Ambiente nahm die Mannschaft heute das Abendessen zu sich.

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar bringt vierten Tag des Trainingslagers hinter sich - Abfahrt nach dem Mittagessen.

Der Himmel über der Sportschule Kaiserau färbt sich langsam rot. Die Sonne geht unter, der Tag neigt sich dem Ende entgegen und die Mannschaft genießt den letzten Abend des anstrengenden Trainingslagers. Morgen steht die letzte Einheit auf dem Programm. Nach dem Mittagessen ist Abfahrt. Zum Abendessen wurde heute nochmal ein Highlight serviert: Auf den Tellern der hungrigen Spieler landete Gegrilltes. Würstchen, Pute und Hähnchen. Dazu Folienkartoffeln, Salat und Brot. Lecker.

Während der fünf Tage in Nordrhein-Westfalen wurde ja bereits der interne Hochsprungmeister ausgefochten. Heute gesellte sich ein weiterer „Leichtathlet“ in die Siegerriege. Christian Rompf triumphierte mit haushohem Vorsprung im Weitsprung. Auch er legte, wie seine Kameraden vom Hochsprung, eine beeindruckende Technik – die so genannte Hangsprungtechnik – an den Tag. Da störte es wohl auch niemanden, dass der Linksaußen der einzige männliche Teilnehmer der Konkurrenz war. Goldmedaille ist schließlich Goldmedaille! Und wer erinnert sich schon lange an den Zweitplatzierten?

Aus diesem Grund gab es auch beim heutigen Aufwärmkick keinen Sieger. Jung gegen Alt trennte sich leistungsgerecht unentschieden und teilte sich die Punkte, auch wenn es trotz des sportlichen Remis den einen oder anderen Sieger auf der Platte gab. Über Einzelheiten wurde im Kreise des Teams Stillschweigen vereinbart. Das stärkt die mannschaftliche Geschlossenheit und schweißt zusammen.

Draußen wird es nun langsam dunkler. Der Himmel wird sich bald von seinem Rot verabschieden und dem Schwarz der Nacht Platz machen. Die Sonne ist müde, verabschiedet sich. Den Spielern und auch den Verantwortlichen dürfte es da nicht allzu anders gehen. Die letzten Getränke werden zu sich genommen, die letzten Waden massiert, ehe der „Matratzenhorchdienst“ angetreten wird. Zwar können die Spieler morgen ein wenig länger schlafen, älter werden sie heut Abend deswegen wohl trotzdem nicht.

Eine persönliche Anmerkung zum Schluss sei gestattet: Das W-LAN hier in der Sportschule Kaiserau ist eine einzige Katastrophe und trübt den sehr guten Gesamteindruck. Aber eigentlich ist man ja auch nicht zum Surfen gekommen…

 

Aus der Sportschule Kaiserau berichtet Fabian Karpstein