Tapfer kämpfende Wetzlarer unterliegen Berlin am Ende zu hoch!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Füchse Berlin gewinnen mit 27:22 (14:12) in Rittal Arena – 4083 Zuschauer sahen ein spannendes Spiel – Philipp Weber trifft bei Einstand achtmal

Der Auftakt in die 51. Saison der DKB Handball-Bundesliga am Freitagabend zwischen der HSG Wetzlar und den Füchsen Berlin in der Rittal-Arena hätte nicht spannender sein können. In einer kampfbetonten Partie, in der es über weite Strecken an spielerischen Momenten noch mangelte, unterlagen die Mittelhessen vor 4083 Zuschauern den Berliner mit 22:27 (12:14). Herausragend bei den Gästen der vorjährige Torschützenkönig Petar Nenadic mit sieben Treffern sowie Nationaltorhüter Silvio Heinevetter. Bei den Lahnstädtern glänzten die Neuzugänge Schlussmann Benjamin Buric, Philipp Weber, der achtmal einnetzte, und Kristian Björnsen mit sechs Toren.

„Ich bin mit der Begegnung ganz zufrieden, nur nicht mit dem Resultat. Heute haben wir bei uns acht neue Spieler auf dem Platz gesehen, die dafür sorgten, dass wir mit einem solch starken Gegner bis zur 50. Minute lange auf Augenhöhe spielen konnten. Das war schon ein sehr ordentlicher Einstieg in die neue Runde, doch es ist klar, dass wir noch an vielen Dingen arbeiten müssen“, zeigte sich HSG-Trainer Kai Wandschneider nach der Partie trotz der Niederlage nicht enttäuscht. In der ersten Halbzeit fehlte es der Wetzlarer Abwehr an der notwendigen Aggressivität, um die Berliner Rückraumreihe entscheidend zu stören, sodass die Füchse vom 3:4 (8.) bis auf 7:12 (20.) davonziehen konnten.

Schlecht vorbereitete Würfe der HSG-Schützen, aber auch ein starker Heinevetter im Füchse-Tor, sicherten die deutliche Berliner Führung, ehe ein Missgeschick des schwachen Schiedsrichtergespannes die Gäste völlig aus dem Konzept brachte. Nach einem Foul von Wiede gegen Philipp Weber belegten die deutschen Spitzenreferees Geipel/Helbig mit Jakov Gojun den falschen Berliner mit einer Zeitstrafe. Da dieser (zurecht) protestierte, erhielt er weitere zwei Minuten oben drauf, was ausreichte, dass Wetzlar neuen Schwung bekam und mit fünf Angriffen in Folge von 8:12 bis zum 12:14-Pausenstand herankam.

Kurz vor der Halbzeit noch ein Schock für die Berliner, als Drago Vukovic nach einem Foul mit dem Kopf aufschlug, seine Zunge verschluckte und bewusstlos wurde. Dank des schnellen Eingreifens von HSG-Arzt Marco Kettrukat konnte der Füchse-Spielmacher noch in der Halle reanimiert und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Klinik eingeliefert werden.

Nach dem Wechsel schafften die Mittelhessen auch dank der fantastischen Unterstützung des Publikums nicht nur den Gleichstand (17:17, Lipovina, 42.), sondern gingen gar mit 18:17 und 20:19 (47.) in Führung. Zu mehr langte es aber nicht, weil Heinevetter weiter prächtig parierte und die Berliner, bei denen die Ex-Wetzlarer Steffen Fäth und Kent Robin Tönnesen nur kurzzeitig zum Einsatz kamen, in der Schlussphase bis zum 22:27-Endstand den längeren Atem besaßen.

„Wir haben im ersten Spiel, das immer schwer ist, clever in Angriff und Abwehr gespielt. Es ist wichtig, dass man so ein Spiel gewinnt“, sagte Berlins Trainer Erlingur Richardsson, während Wetzlars Philipp Weber zusammenfasste: „In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit haben wir überragend gespielt.“

Tore Wetzlar: Philipp Weber (8/3), Bjornsen (6), Ferraz (2), Klesniks (2), Kohlbacher (1), Kraft (1), Kneer (1), Lipovina (1).

Tore Berlin: Nenadic (7), Wieder (6/2), Elisson (6), Drux (3), Lindberg (2), Kozina (2), Zachrisson (1).