Thomas Weber: „Müssen eine Leistung wie in Berlin abrufen!“

Bild: Florian Gümbel

DKB Handball-Bundesliga Nachwuchs

Trainer der HSG Wetzlar U19 sieht A-Jugend der Füchse aus Berlin im Final-Rückspiel auf Augenhöhe – Mittelhessen erwarten ausverkaufte Sporthalle Dutenhofen

Zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Jahren steht die männliche A-Jugend des Handball-Erstligisten HSG Wetzlar wieder in einem Finale der Deutschen Meisterschaft. Damals mussten die Grün-Weißen eine bittere Rückspielniederlage in Leipzig hinnehmen, was jedoch am Samstag gegen Berlin besser laufen soll. Das Hinspiel bei den Füchsen Berlin haben die Mittelhessen mit 30:27 für sich entscheiden können, weshalb die Wetzlarer U19 mit einer guten Ausgangslage in das Finalrückspiel gehen kann. 

Ein Sieg der Mittelhessen am Samstag um 18 Uhr in der höchstwahrscheinlich ausverkauften Sporthalle Dutenhofen würde den fünften Deutschen Meister-Titel in der grün-weißen Historie bedeuten. Doch bis dahin stehen den Schützlingen von Trainer Thomas Weber noch 60 Minuten harte Arbeit bevor. Auch wenn das Hinspiel an die Domstädter ging, weiß Weber, dass es auch anders hätte ausgehen können. "Wir müssen genauso eine Leistung wie in Berlin abrufen. Wir wissen ganz genau, dass wir uns mit den Füchsen auf Augenhöhe bewegen und bei null anfangen. Am Ende haben uns die Paraden von Till Klimpke gerettet. Das wissen wir auch alle", so der HSG-Übungsleiter.

Die Sieben von Trainer Bob Hanning agierte im Hinspiel die meiste Zeit mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung, was der HSG Wetzlar viel taktisches Geschick abverlangte und auch viel Kraft kostete.

Aus diesem Grund musste Weber seinen Leistungsträgern in der zweiten Halbzeit einige Pausen zugestehen, jedoch brachten die Grün-Weißen mit einer geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung den Sieg in trockene Tücher. Neben den starken Aktionen innerhalb der Kleingruppe war wieder einmal das HSG-Abwehrbollwerk der Schlüssel zum Erfolg in Berlin. "Wir müssen wieder mit derselben Leidenschaft verteidigen", prophezeit Weber, der seine Truppe im Hinspiel perfekt einstellte. Auch für das Rückspiel berücksichtig der A-Lizenzinhaber alle Varianten, die auf seine Schützlinge zukommen könnte.

Gut vorbereitet scheinen die kommenden Gastgeber demnach, sodass die wohl ausverkaufte Dutenhofener Sporthalle sich auf ein packendes Endspiel freuen darf. "Ich wiederhole mich gerne, da es wieder auf die Kleinigkeiten ankommen wird. Die entscheidenden Tore resultierten in Berlin aus Fehlern der Angriffsreihen. Wir brauchen also wieder eine hohe Effektivität in der Offensive und eine geringe Fehlerquote", weiß Weber. Dieser kann auf die Formation bauen, die in der Bundeshauptstadt schon den ersten Erfolg eingefahren hat.

Neben dem Hinspiel-Sieg habe die Mannen aus Dutenhofen und Münchholzhausen im Rückspiel einen weiteren Vorteil, da sie das eigene Publikum im Rücken haben werden. Weber ist sich jedoch sicher, "dass sich Berlin nicht irritieren lassen wird. Das Hinspiel und die lange Saison hat uns viel Kraft gekostet, weswegen ich hoffe, dass die letzten Körner noch ausreichen."