Thomas Weber: „Wenn Du gut verteidigst, kannst Du jedes Spiel offen halten!“

DKB Handball-Bundesliga Nachwuchs

Die A-Jugend der HSG Wetzlar trifft im Finale um Deutsche Meisterschaft auf Füchse Berlin – Hinspiel in Hauptstadt am Sonntag um 16 Uhr – Live-Übertragung auf SportDeutschland.TV

 

Innerhalb von nur drei Jahren steht der Bundesliga-Nachwuchs der HSG Wetzlar zum zweiten Mal im Finale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft. Eine imposante Statistik, bedenkt man, dass Trainer Thomas Weber erst seit eben genau diesen drei Jahren die U19 der Grün-Weißen trainiert. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art manövrierte Weber seine Schützlinge zunächst durch das Viertelfinale gegen Dormagen, was einem wahren Kraftakt gleichkam. Motiviert durch das Weiterkommen lösten die Domstädter schon im Halbfinal-Hinspiel nahezu das Finalticket, als man in furioser Art und Weise den TSV Hannover-Burgdorf mit 32:17 aus der eigenen Halle jagte.  

Die Füchse aus Berlin setzten sich im zweiten Halbfinale hauchdünn gegen den amtierenden Meister Leipzig durch. Mit eben diesen Leipzigern begegneten sich die Mittelhessen in der Staffel Ost auf Augenhöhe. „Wir haben bewiesen, dass wir mit Leipzig mehr als mithalten konnten. Diese verlieren im Halbfinale zwei Mal knapp, weswegen wir uns nicht verstecken müssen. Klar ist aber, dass Berlin im Hinspiel der Favorit ist. Sie haben zwei erste Formationen und sie können wechseln ohne Qualitätsverlust“, so die Einschätzung Webers vor dem Hinspiel am Sonntag um 16.00 Uhr im Berliner „Füchse Town“, das, wie das Rückspiel auch, live im Internet auf SportDeutschland.TV zu sehen sein wird.

Besonders der Berliner Rückraum um Tim Rozmann, Frederik Simak und Mex Raguse stach in den Halbfinal-Spielen gegen Leipzig heraus. Simak schnupperte schon Senioren-Bundesligaluft und bringt optimale körperliche Voraussetzungen für einen Nachwuchsakteur mit. Auf Linksaußen grast zudem mit Tim Matthes ein schneller Mann die Linie ab und stellt somit das Pendant zu HSG-Rechtsaußen Tim Rüdiger.

Auf Leistungsträger wie Tim Rüdiger wird es bei den Wetzlarern wieder ankommen. Bisher konnte man sich auf einen sehr starken Abwehrverbund und Ausnahmetorhüter Till Klimpke verlassen. „Wenn du gut verteidigst, kannst du jedes Spiel offen halten. Unser Konzept ist es, aus einer kompakten Abwehr zu einfachen Toren zu kommen. Das muss auch wieder in Berlin greifen. Klar ist aber auch, dass jeder an die 100 Prozent kommen muss in solchen Spielen“, verrät Weber. Der A-Schein-Inhaber muss auch in den Finalspielen auf die verletzten Lutz Parzeller (Schulter) und Janis Hafer (Knie) verzichten, kann jedoch auf seine Startformation setzen. 

„Das Berliner Umschaltspiel und die erste und zwei Welle sind einfach extrem stark“, weiß Weber. „So viel Respekt müssen wir einem solchem Gegner entgegenbringen, denn sie haben kaum Schwachpunkte.“ Allerdings wolle sich sein Team mit einer guten Leistung im Hinspiel alle Möglichkeiten für das Rückspiel am 3. Juni in der Sporthalle Dutenhofen offenhalten.

Hier geht's zum Livestream:

http://sportdeutschland.tv/handball/a-jugend-finale-live-fuechse-berlin-vs-hsg-wetzlar-hinspiel_3